Kassia, die früheste Komponistin des Abendlandes

Die byzantinische Äbtissin Kassia gilt als früheste Komponistin des Abendlandes. Sie hat von etwa 810 bis 865 in Konstantinopel gelebt, etwa 300 Jahre vor der heute bekannteren benediktinischen Komponistin Hildegard von Bingen.

Der Cellist Davide Zavatti gab zusammen mit Anne Baumgart (Gong und Klangschalen) am 10. März 2019 in München ein Konzert, das er mit einer Hymne von Kassia einleitete.

Kassia Hymne – “Olvon Lipousa Patrikon – Live – 432 Hz

Youtube Link

Nach dieser Hymne kamen Kompositionen von Hildegard von Bingen und Suiten aus Zavattis Album “Quo Vadis Bach” zur Aufführung, gefolgt von “seelestial”, eine Vertonung des Seelenkalender von Rudolf Steiner, komponiert von Raphael Simcic.

Das gut besuchte Konzert fand im Veranstaltungsraum der Antroposophische Gesellschaft in München Schwabing statt. Ein Teil des Publikums konnte die Musik auf Matten liegend genießen.

Weblinks:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kassia
https://www.deutschlandfunkkultur.de/kassia-…
https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen

Musik-CDs von Davide Zavatti
https://shop.planetware.de/CD-Quo-Vadis-Bach
https://shop.planetware.de/CD-seelestial

Ankündigung des Konzertes
https://blog.planetware.de/cello-gong-konzert/


Cello & Gong Konzert in München

BaumgartZavattiEine Sonntags-Matinee in München mit Davide Zavatti (Cello) und Anne Baumgart (Gong und Resonanzen).

Zur Aufführung kommt das Projekt “seelestial” und Stücke aus dem Album “Quo Vadis Bach“, beides in der 432-Hz-Stimmung.

Die Tonarten der Musik, die astrologischen Archetypen und Tierkreiszeichen, der menschliche Körper, die Planeten, die Jahreszeiten, die Stunden des Tages, der Quintenzirkel… all diese Aspekte stehen in Bezug zueinander, und mehr noch: Sie zeigen sich in unseren Gefühlen und Empfindungen, in unseren Leiden, in dem Schicksal, das wir gewählt haben und das uns ein Laben lang begleitet. Die Art und Weise, wie wir mit diesen Elementen in Resonanz gehen, entscheidet darüber, wie stark wir im Einklang mit dem Universum — und letztendlich mit der Schöpfung — befinden.
Im Hin und Wider zwischen Dur und Moll, Yin und Yang, im Wechsel von Musik, Klang, Wort und Stille entlehnt ein Atmen als Resonanz des Kosmos auf die Seele.”
Davide Zavatti

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So. 10. März 2019, 10:30 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde
80802 München, Leopoldstr. 46a
Antroposophische Gesellschaft im Hinterhof von Kunst & Spiel,
U3/U6 Haltestelle Giselastraße

Info und Anmeldung: Anne Baumgart, +49 176 45676973
Vorabreservierung 15 €, Tageskasse 18 €
Kinder willkommen und bis 14 Jahre frei

CGONG

Ernst Florenz Friedrich Chladni

Der Physiker und Astronom Ernst Florens Friedrich Chladni (1756 – 1827) ist unter anderem bekannt durch die nach ihm benannten Chladnischen Klangfiguren. Wird eine dünne, mit Sand bestreute Metallplatte in Schwingung versetzt, indem sie an der Kante mit einem Geigenbogen bestrichen oder mit einer vibrierenden Stimmgabel berührt wird, ordnet sich der Sand zu geometrischen Mustern.

Ein vergleichbares Phänomen zeigen auch die Wasserklangbilder von Alexander Lauterwaser oder von Michael Memminger. Mit seinem Projekt Magic Aqua hat Michael Memminger auch mit Planetentönen eine Reihe Wasserklangbilder gemacht. Vom Soundtrack „Sun 4 Seasons“ von Steve Schroyder & Alien Voices bewegte Magic-Aqua-Wasserklangbilder wurden in das entsprechende Musikvideo eingearbeitet.

Laut Wikipedia soll Chladni auch den Vorschlag gemacht haben, den Kammerton der Musik auf einer höheren Oktave der Frequenz von einmal pro Sekunde beruhen zu lassen. Ein Hertz sind acht Oktaven höher 256 Hz. Chladni dürfte allerdings nicht mit der Maßeinheit “Hertz” (Hz) gerechnet haben, denn der Physiker Heinrich Hertz, nach dem dieses Maß benannt ist, wurde erst 1857 geboren.

Ende des 19 Jhdt, hat der Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner — anlehnend an Paul Hindemith — ebenfalls auf die Möglichkeit hingewiesen, den Grundton C mit 256 Hz auf unsere Sekunden-Zeitrechnung zu beziehen; siehe auch
http://www.planetware.de/tune_in/schumann.html#meistergabel 

Als Astronom hat Chladni vor allem Meteoriten erforscht. Eines seiner Bücher mit dem Titel „Über den Ursprung der von Pallas gefundenen und anderer ihr ähnlicher Eisenmassen und über einige damit in Verbindung stehende Naturerscheinungen“ begründete die moderne Meteoritenforschung. Astronomen ehren ihren Kollegen, indem sie den Mondkrater Chladni und den Asteroiden (5053) Chladni nach ihm benannten.

Der Asteroid Chladni wurde 1985 von dem Astronomen Edward L. G. Powell entdeckt. Im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter gelegen, hat Chladni eine Sonnenumlaufzeit von 3,7 Jahren (1357,201 Tage); siehe http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=chladni

34 Oktaven höher ergibt das einen Ton D mit 146,51 Hz (der entsprechende Kammerton a1 mit 439,03 Hz weicht minus 3,8 cent von 440 Hz ab). Das entsprechende oktavanaloge Tempo von Chladni ist 68,7 bpm (beat per minute), die entsprechende Farbe ist Blau.