Musik und Alles

40 Jahre Kosmische Oktave

Mit Videos der Vorträge von Hans Cousto und Norbert Böhm
bei der Jubiläumsfeier in Berlin am 2.10.2018 (siehe unten)

Text: Fritz Dobretzberger

Übersicht:

Musik und Alles
Harmonische Schwingungen
Was bisher geschah
Vor 1978
Halbe Halbe
Musikkulturen
Seinerzeit
Im Herbst 1978
Sadja
Musiker ohne Stimmgabel
ColorMusic
Farbkreis und Tonleiter
Nähkästchen
Cousto erzählt (Video)
Grenzgeniales
Paradigmen-Erweiterung
Ewig und Jetzt
Duale Sichtweisen
Weltpremiere
Ellipsenklänge (Video)


Musik und Alles

Musik kombiniert zwei unterschiedliche Frequenzbänder: Tempo und Töne. Töne sind hörbare Frequenzen im Bereich von etwa 20 bis 20 000 Hz und diese Töne werden mit einem bestimmten Tempo gespielt, beispielsweise mit 60 bpm (beats per minute), das wäre ein mal pro Sekunde (1 Hz).

Hans Cousto

Für die kunstvolle Vereinigung der beiden Bereiche Tempi und Töne ist wie gesagt der Begriff Musik geläufig. Was noch fehlt, ist eine griffige, allgemein gebräuchliche Bezeichnung für die Kunst der Kombination aller harmonischen Schwingungsbereiche: Für die Verbindung von astronomischen Zyklen oder molekularen Frequenzen mit Musik und Farben und anderen Bereichen. Die Formel hierfür hat Hans Cousto 1978 erkannt.

Was bisher geschah (bis 1978)

Alle oder nahezu alle Musikkulturen basieren auf Tonleitern, die das Spektrum zwischen einer und der doppelten Tonfrequenz abstufen. Das hat einen natürlichen Grund: Bei einem Ton, der eine bestimmte Frequenz hat, schwingt die doppelte Frequenz mit. Bildlich zeigt das die vibrierende Saite eines Musikinstrumentes: Sie schwingt nicht nur in ihrer ganzen Länge hin und her, sondern in sich schwingen auch die beiden Hälften hin und her und die drei Dritteln, vier Vierteln, fünf Fünftel usw. Am deutlichsten ist die Halbierung auszumachen. Die Natur erzeugt von alleine die doppelte Frequenz (beziehungsweise halbe Wellenlänge), sie proportioniert sich selbst.

Halbierte Welle

Halbe Halbe

Hierzulande wird das Verhältnis von 1 zu 2 Oktave genannt, entsprechend der Siebentonleiter, der achte Ton ist dann der Oktavton (lat. octō ‚acht‘). Dieser ist klanglich so eng mit dem Grundton verwandt, dass er den gleichen Namen erhält. Die Tonleiter C, D, E, F, G, A, H und C bildet die Basis der modernen Musiknotierung.*1  

Durch die Art der Abstufung eines Spektrums von einer zur doppelten Frequenz in fünf-, zwölf- oder anders-stufige Tonleitern, in Kirchen- oder Bluestonleitern, griechische, arabische, indische, chinesische Tonleitern, und und und … unterscheiden sich die verschiedenen Musikkulturen.

Im Spektrum der musikalischen Tempi ist ebenfalls Frequenzverdoppelung ausschlaggebend. Doppelt so schnelle Tempi werden notiert als Ganze-, Halbe-, Viertel-, Achtel-, Sechzehntel-Noten usw.

Die Anwendung des Verhältnis von 1:2 als Basis der Musik ist ein Paradigma, eine Denkweise für den (fast) ganzen Kulturraum der Musik. Werden die Grenzen dieses Raumes überschritten und erweitert, entsteht ein neues, erweitertes Paradigma.

Seinerzeit

Im Herbst 1978 erkannte der Schweizer Mathematiker und Musikforscher Hans Cousto, dass die Oktave — die Frequenzverdoppelung — dazu dienen kann, über die Musik hinaus alle möglichen Schwingungsbereiche kunstvoll zu kombinieren.

Riedlstrasse_1978Wie und wo kam Cousto darauf, in welchem Milieu entstand seine Idee? Als Zeitzeuge gestatte ich mir, das Folgende aus meiner Sicht zu erzählen. Wir waren damals eine Wohngemeinschaft in München, direkt am Englischen Garten in der Nähe des Monopteros in dem alten Stadthaus Riedlstraße 7: Drei Stockwerke, offene Türen, WCs im Halbstock, Waschbecken im Treppenhaus, gemeinsames Klamottenregal im Vorraum. Die Gesellschaft nannte uns Hippies.

Wir unternahmen Reisen, vor allem nach Indien, und lernten andere Kulturen kennen. Wir begannen uns für universelle Zusammenhänge zu interessieren, sicherlich auch angeregt durch den mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Roman von Hermann Hesse „Das Glasperlenspiel“, in dem er eine Zeichen- und Formelsprache beschreibt, an welcher die Mathematik und die Musik gleichen Anteil haben und die es ermöglicht, astronomische und musikalische Formeln zu verbinden und Mathematik, Architektur, Kunst und Musik auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Als Musiker, Maler und Mathematiker interessierten wir uns für Maßsysteme und Harmonik. Weil Grundmaße wie der Meter meist aus der Natur abgeleitet wurden, wollten wir wissen, welchen Ursprung der 440-Hz-Kammerton hat, der 1939 als offizieller Stimmton festgelegt wurde. *2

Englischer Garten MünchenSeit dem 2. Oktober 1978 verwenden wir kosmische Stimmtöne. An diesem Tag fand und aß Cousto im Englischen Garten Zauberpilze, Spitzkegelige Kahlköpfe. Daraufhin hörte und sah er in einer Vision, wie die Planeten des Sonnensystems ein Konzert geben in einer Lightshow aus Regenbogenfarben. Dies führte zu seinem Aha-Erlebnis, zu seiner – nein, nicht Schnapsidee – zu seiner Pilzidee. Cousto griff zum Taschenrechner, und ‘oktavierte’ zunächst die Rotationsfrequenz der Erde. Die Formel ist ganz einfach:

Kosmische OktaveEine Rotation der Erde um die eigene Achse dauert einen Tag mit je 24 Stunden, je 60 Minuten, je 60 Sekunden, also 86400 Sekunden. Am Taschenrechner:
24 x 60 x 60 = 86400.

Der Kehrwert der Zeit ist die Frequenz (Häufigkeit pro Zeiteinheit):
1 : 86400 = 0,000 011 574 Hz. Diese unhörbar tiefe Frequenz verdoppelte Cousto so oft bis eine hörbare Tonfrequenz errechnet war: 25 Verdoppelungen, sprich 25 Oktaven, ergeben 388,36 Hz.

Erde und Stimmgabel

Als nächstes ermittelte er die Oktavfrequenz des Sonnenumlaufs der Erde. Die Frequenz von 1 mal pro Jahr ist 32 Oktaven höher ein Ton mit 136,10 mal pro Sekunde (Hz.)

Ich erinnere mich, wie uns Cousto in dem kleinen Zimmer im Dachgeschoß die Oktavfrequenzen der Erde, des Mondes und der Planeten als Zahlen auf dem Papier vorlegte und erzählte, wie er darauf gekommen ist. Begeistert von der Genialität seiner Idee wollten wir diese Tonfrequenzen natürlich hören. Nachdem wir damals keine Synthesizer oder Tongeneratoren hatten, ließen wir uns Stimmgabeln anfertigen.

Sadja

Als eine der ersten Erfahrungen mit den Stimmgabeln stellten wir bei Vergleichen mit Schallplattenaufnahmen und später bei Konzerten fest, das indische Meistermusiker ihre Sitar sehr genau auf den Erdenjahr-Ton CIS 136,10 Hz stimmen. Das Erstaunliche daran: Sie stimmen diesen Grundton intuitiv ein, ohne Verwendung von Stimmgabeln, ohne Frequenzzahlen parat zu haben.

Indische SitarDas der indische Grundton, Sadja genannt, Vater aller anderen Töne, mit der Oktavfrequenz des Erdenjahres übereinstimmt, wunderte uns nicht allzu sehr, da die Berechnungen ja auf dem natürlichen Oktavgesetz beruhen. Erstaunlich für unseren abendländischen Kulturkreis ist jedoch, wie die Inder ohne Kenntnis der Zahlen auf diesen Ton kommen.

Folgende Erfahrung war für mich wie ein Blick durch ein Schlüsselloch: Eines Tages stimmte ich mit der Erdenjahr-Stimmgabel eine indische Sitar so genau, das schließlich nach dem Anschlagen der am tiefsten tönenden Saite alle anderen Spiel- und Resonanzsaiten mittönten. Spät nachts saßen wir dann im kleinen Kreis in dem Zimmer, in dem auch die gut gestimmte Sitar stand. Wir waren alle in einer völlig entspannten Stimmung — und hörten, wie beim Erklingen unserer hin und wieder gesprochenen Worte die Sitarsaiten resonierten und mittönten!

Indische Meister scheinen sich nicht vordergründig um eine bestimmte Tonfrequenz zu bemühen, sondern in einer meditativen Gelassenheit von selbst in diesem Ton zu schwingen. Entsprechend meiner Erfahrung mit der zum Klang der Worte resonierenden Sitar ist dabei die Gemütsstimmung eine entspannte und herzliche, mit — wie ich annehme — niedriger Gehirnwellenfrequenz, ähnlich wie beim Erwachen nach einem tiefen Schlaf, noch vor dem Einsetzen des gewöhnlichen Gedankenrummels.

Wir Erdbewohner haben ganz klar die Rhythmen unseres Planeten intus: Wach- und Schlafzustand wechseln in der Frequenz des Tag- und Nachtrhythmus und jährlich erleben wir lichtarme Winter im Wechsel mit lichtvollen Sommern, während in der selben Frequenz die Früchte der Bäume reifen und im Inneren ihrer Stämme Jahresringe wachsen.

ColorMusic

farbklaviaturDer violette Rand des Regenbogens hat etwa die doppelte Frequenz des roten Randes. Das Lichtspektrum umfasst also eine Oktave. Dies ermöglicht, eine Farbe als höhere Oktave eines Tones (oder irgend einer anderen Frequenz) zu sehen. So ist ein Ton A mit 440 Hz viele Oktaven über den Hörbereich eine Lichtfrequenz, die wir als Gelborange sehen. Zwölftonleiter und Zwölffarbenkreis sind gleichartig, beide gliedern den Oktavraum in 12 Stufen.

Michael Samay, Hans Cousto, Fritz Dobretzberger

Dementsprechend färbten wir zunächst die Klaviertastatur von Michael Samay, Pianist und enger Freund des Hauses. Dessen Bruder Martin entwarf die ersten rudimentären Farbnoten, die dann Johannes Paul, ebenfalls ein Riedlhaus-Kommunarde, und ich im Laufe der Jahre zu den diagrammartigen Colormusic-Farbnoten perfektionierten. 1993 erschien im Berliner Simon+Leutner Verlag unser Buch „Farbmusik – Leitfaden für eine kombinierte Farben- und Musiklehre“.

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Farbton Tonfarbe und die Kosmische OktaveWie es zu dem ersten handgeschriebenen, fotokopierten und mit einer Nähmaschine gebunden Heft „Farbton Tonfarbe und die Kosmische Oktave(hier als PDF) und zu seinen weiteren Büchern kam; wie sich aus seinem Pilztrip eine Industrienorm entwickelte, erzählte Cousto in seinem Vortrag auf der Jubiläumsfeier „40 Jahre Kosmische Oktave“, die am 2. Oktober 2018 im Berliner KitKat-Club stattfand. Es war eine von Ananto (Mystic  Rose) veranstaltete und von Klangwirkstoff Records mit Hans Cousto organisierte Party mit DJs und Livemusik von B. Ashra, Akasha Project und vielen anderen und mit Visuals, Kunstperformances (siehe LineUp der Ankündigung), sowie Vorträgen von Hans Cousto und Norbert Böhm, die auf YouTube erschienen sind:

Video
40 Jahre Kosmische Oktave
Teil 1
„Die Geschichte und Möglichkeiten der Kosmischen Oktave“
Vortrag von Hans Cousto
Video von Tristans TransitDirektlink


Flyer 40 Jahre Kosmische Oktave

Partyflyer

Die Diaschau zu Coustos Vortrag steht hier als PDF bereit.

Bei den Klangtagen München 2014 hielt Cousto ebenfalls einen Vortrag, bei dem er aus der Geschichte seiner Entdeckung erzählte. (Direktlink)


 Grenzgeniales

Die Idee der Kosmischen Oktave als grenzgenial zu bezeichnen ist angemessen, weil jetzt die Oktave über die Grenzen des Hörbereichs hinaus alle Schwingungsbereiche vereint. Cousto hat damit ein neues Paradigma geschaffen. Auf der Party zum 40-jährigen Jubiläum der Kosmischen Oktave präsentierte der Philosoph und Harmoniker Norbert Böhm diesbezüglich eine abermals erweiterte Weltsicht.

Norbert BöhmNorbert Böhm aus Brandenburg an der Havel ist mit Hans Cousto befreundet und seit 20 Jahren mit dem Thema Kosmische Oktave vertraut. Seit fast 10 Jahren arbeitet er an seinem ca. 900 Seiten umfassenden Meisterwerk „Stimmfibel zur Sphärenmusik“, das 2019 zum 400. Geburtstag der Keplerschen Weltharmonik als Buch erscheinen soll.

Norbert Böhm erweitert das Feld der Kosmischen Oktave. Während Cousto die stabile Umlaufsfrequenz eines Planeten oktavanalog als stabile Tonfrequenz darstellt, nimmt Norbert Böhm den Planetenumlauf genau unter die Lupe. Weil ein Planet nicht kreis- sondern ellipsenförmig die Sonne umrundet, ist er mal schneller und mal langsamer unterwegs, was sich als veränderliche Tonfrequenz darstellen lässt.*3

Ewig und Jetzt

Die beiden Methoden von Hans Cousto und Norbert Böhm stellen zwei duale Sichtweisen ein und derselben Gegebenheit dar. Aus langer, ‘ewiger’ Sicht messen wir die Häufigkeit (Frequenz) der Wiederholungen pro Zeiteinheit. Die Erde umrundet ein mal pro Jahr die Sonne. Etliche Oktaven höher ist das mit 136,10 mal pro Sekunde (Hz) eine bestimmte hörbare Frequenz, die als Stimmton dienen kann.

Aus dem Blickpunkt des momentanen Jetzt wird hingegen das Innenleben einer elliptischen Welle deutlich. Je nachdem auf welchem Punkt der Welle der Planet gerade ‘surft’, verändert sich seine Bahngeschwindigkeit. Norbert Böhm hat die entsprechend zu- und abnehmenden Tonhöhen berechnet.

TuerkisverlaufWenn um den 3. Januar die Erde auf Ihrer Umlaufbahn der Sonne am nächsten ist, hat sie ihre höchste Geschwindigkeit mit dem Oktavton von 140,8 Hz. Am langsamsten ist sie um den 5.Juli mit 131,7 Hz. Bei mittlerem Tempo um den 3. April und dem 6. Oktober ist die Tonfrequenz 136,1 Hz. Farbanalog ist das ein Verlauf von einem bläulichen zu einem grünlichen Türkis.

Weltpremiere

Bei der Jubiläumsparty am 2. Oktober kam es während des aufschlussreichen wie spannenden Vortrags von Norbert Böhm zu einer Weltpremiere: Steffen Günther, Musiker bei Planetary Cymatic Resonance, machte Böhms planetare ‘Ellipsentöne’ hörbar. Denn — wie bereits zu Beginn des ersten der beiden Videos zitiert wird — schon Ludwig van Beethoven wusste: „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie“.

Video
40 Jahre Kosmische Oktave
Teil 2
„Die Sphärenmusik vom Himmel holen“
Vortrag von Norbert Böhm mit Steffen Günther
Video von Tristans TransitDirektlink


*1 In der englischen Ausdrucksweise wird der Ton H als B benannt. Die Buchstabenfolge ab A gleicht so den ersten sieben Buchstaben des lateinischen Alphabets: A, B, C, D, E, F, G und A

*2 Der Standardkammerton von 440 Hz a1 wurde 1939 bei einer Stimmtonkonferenz in London bestimmt; ohne spezifizierten Bezug zu einer Naturkonstante. Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) und der Europarat haben diese Regelung als unverbindliche Empfehlung übernommen, die Anwendung bleibt jedem selbst überlassen.

*3 Genau gesagt gleicht die Sonnenumlaufbahn eines Planeten einer ellipsenförmigen Spirale, da sich die Sonne in ihrer Galaxie selbst auf einer Bahn vorwärts bewegt (während sie von ihren Planeten umrundet wird).

Geänderte Pluto-Frequenz

Pluto

Südpol des Pluto
Credit: NASA Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Southwest Research Institute

Seit seiner Entdeckung vor gut 88 Jahren am 18.2.1930 bis 2018 hat der kleine Planet Pluto, der außerhalb der Neptunbahn seine Ellipsen zieht, erst etwa ein Drittel eines Sonnenumlaufs hinter sich. Weil zudem die Plutobahn gegenüber der Ekliptik mit 17º viel stärker geneigt ist als die Bahnen der anderen Planeten, ist bei den Bahnwerten des Pluto auch ein höherer Unsicherheitsfaktor gegeben. Dies ist wohl die Hauptursache, das in verschiedenen astronomischen Datenquellen die Periode des Pluto unterschiedlich angegeben wird.

In dem 1984 veröffentlichten Buch „Die Kosmische Oktave“ ging Hans Cousto bei Pluto von einer Umlaufzeit von 90737,2 Tagen aus, von denen er die 40. Oktave mit 140,25 Hz errechnete.

Im JPL Small-Body Database Browser der NASA sind jetzt 90487,277 Tage als Periode aufgeführt (siehe https://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=pluto ). Die 40. Oktave des Pluto-Sonnenumlaufs hat demnach die Frequenz 140,64 Hz.

Mehr zum Oktavton des Pluto und dessen Stimmdaten:
https://www.planetware.de/tune_in/Pluto.html 


40 Jahre Kosmische Oktave

Am 2. Oktober 1978 entdeckte Hans Cousto die umfassende Bedeutung der Oktave, indem er dieses harmonikal-musikalische Basisgesetz über den Hörbereich hinaus auf alle Frequenzbereiche anwendete. Ein Oktavton hat die doppelte oder halbe Frequenz eines Grundtones. Durch Oktavierung über verschiedene Schwingungsbereiche hinweg lassen sich nun Weltraumzyklen, Rhythmen. Töne, Farben, Atome und Moleküle und jegliche andere Frequenzen harmonikal verknüpfen. Die Kosmische Oktave — so die Bezeichnung, die sich für die universelle Anwendung eingebürgert hat — dient mittlerweile weltweit als Grundlage beispielsweise in der Stimmgabel-Tonpunktur mit planetaren Frequenzen, beim Instrumentenbau und Komponieren von Musik, bei Wasserstoff-, THC- und anderen Molekülvertonungen,  in der farbgraphischen Musiknotierung und in vielen anderen Bereichen.

Am 2. Oktober 2018 wird in Berlin das 40-jährigen Bestehen der Kosmischen Oktave im Rahmen einer MYSTIC ROSE Party gefeiert, die selbst ihr 24-jähriges Jubiläum zelebriert. Nachfolgend das Partyprogramm:

40 Jahre Kosmische Oktave

The 24 Year Mystic Rose Celebration meets 40 Jahre Kosmische Oktave

Underground:
40 Jahre Kosmische Oktave von Hans Cousto
23:00 B. Ashra – LSD Tuning (Live) – Klangwirkstoff Rec.
00:00 Hans Cousto: “Vom Pilztripp zur Industrienorm“ (Vortrag)
00:45 Steffen@pcr.vision – Planetary Cymatic Resonance
01:30 Norbert Böhm: „Die Sphärenmusik auf die Erde holen“ (Vortrag)
02:15 Akasha Project (Live) – Klangwirkstoff Rec. / Planetware Rec.
03:45 Robert Templa – Eintakt Rec. / Separated Beats
05:30 Korpus – 5 Senses – Neu Kaledonien

Mainfloor:
22:00 Lars Lee – Magic Phangan Rec – Berlin
02:00 LIVE: Koxbox – Zero One Label – Ibiza
03:30 LIVE: Hujaboy – Zero One Label – Israel
05:00 LIVE: Arcon – Zero One Label – Ibiza/Israel
06:30 LIVE: Liquid Soul – Iboga Rec – Schweiz
08:30 Joanna – Waldfrieden OA – Berlin

Dragonfloor:
01:00 LIVE: Pi & Miko on Magic Violin – Berlin / Hannover
05:00 Pissenisse – Schlüppa Tape Tuning – Berlin

Separee:
02:00 …Surprise

Visuals & Arts:
Bast-Art 23 – Hamburg
Augenschmaus – Berlin
Body painting by B-Painted
Laser & Lights

Specials:
Big Buffet by Adel Oworu
Geburtstagstorte von Wonne
Spacebar by Ganesh
Chaishop

Eintritt (inkl. Garderobe und Buffet): 25 Euro

Veranstaltungsort:
KitKat
Köpenicker Str. 76
10179 Berlin


New Healing Festival 2017

Vom 14. bis zum 20. August 2017 fand das New Healing Festival am Preddöhler Stausee nördlich von Pritzwalk statt. Wie auch in den vergangenen Jahren war die “Kosmische Oktave” auf dem Festival präsent. Zusätzlich zu den Workshops mit Hans Cousto und Konzerten von Akasha Project zusammen mit Rudi Wienand und Andreas Specht gab es dieses Jahr auch einen Infostand, der gemeinsam mit der Freien Arbeitsgemeinschaft DrogenGenussKultur aufgebaut und betreut wurde. Der Infostand trug den Namen “Academy Space”.

 

Die Trappist-1 Resonanzkette

Im Sternbild Wassermann befindet sich rund 40 Lichtjahre von der Erde entfernt der kalte Zwerg namens Trappist-1. Momentan erregt dessen Planetensystem bei Astronomen eine große Aufmerksamkeit. Die sieben bekannten Planeten umrunden Trappist-1 in einem maximalen Abstand von lediglich 9,7 Millionen Kilometer (zum Vergleich: die Erde ist von der Sonne 150 Millionen Kilometer entfernt).

Warum die Planeten mit ihren engen Bahnabständen nicht längst kollidiert sind, liegt an ihren zueinander ungefähr harmonikalen Umlaufsverhältnissen. Während der innerste Planet den Stern acht mal umrundet, tut dies der nächsten Planet fünf mal, der dritte drei mal und der vierte zwei mal. Alle Planeten von Trappist-1 bilden eine sogenannte Bahnresonanzkette.

In Nordamerika hat eine Gruppe von Musikern und Astrophysiker die harmonikalen Verhältnisse des Systems Trappist-1 musikalisch dargestellt, wobei sie allerdings als Basis den Ton C mit 130,8 Hz gewählt haben, der auf dem willkürlich bestimmten 440-Hz-Kammerton beruht ; siehe
http://www.system-sounds.com/trappist-sounds/

Für eine harmonikalere Übertragung von astronomischen in musikalische Verhältnisse ist das Oktavgesetz mit seinem Tonverhältnis von 1:2 naheliegend. Eine Tonschwingung mit der doppelten Frequenz ist mit der Grundfrequenz so eng verwandt, das sie den gleichen Namen erhält (z.B. ist der Ton C eine Oktave höher ebenfalls ein C).  Das Verhältnis von 1:2  bildet die Basis in nahezu allen Musikkulturen (sie unterscheiden sich durch ihre jeweilige Art, den Oktavraum in unterschiedliche Tonleitern, abstufen).

Nachfolgende Tabelle zeigt Daten des Planetensystem Trappist-1 und deren oktavanalogen Tempo- und Tonfrequenzen. In der Grafik darunter veranschaulichen die Längenverhältnisse der senkrechten Farbnoten die Längenverhältnisse der Planetenumlaufperioden.

Erläuterung zu den Farbnoten:
Leserichtung von unten nach oben und wie auf der Klaviatur tiefe Töne links, hohe Töne rechts; siehe auch http://www.planetware.de/colormusic/lookplay.html

Erläuterung zur Tabelle  TRAPPIST-1 TEMPO TON
Planet: Planetenreihe von innen (dem Stern am nächstgelegenen) nach aussen.
Periode: Umlaufdauer in Tagen
Okt.: Anzahl der Oktaven, ausgehend von den Planetenperioden
TEMPO: links die Tempi zwischen 60 und 120 bpm (beats per Minute);
rechts das ganze System in der 19. Oktave
TON: links die Frequenzen zwischen 128 und 256 Hz;
rechts das Planetensystem in der 28. Oktave
a1 Hz: der entsprechende Kammerton a1
Cent: Abweichung von 440 Hz

Informationen zu Trappist-1:
https://en.wikipedia.org/wiki/TRAPPIST-1
http://www.spektrum.de/news/warum-die-planeten-um-trappist-1-in-einer-reihe-bleiben/1457723 

Hans Cousto erhielt Mind Award

Wie hier angekündigt wurde dem Entdecker der “Kosmischen Oktave” Hans Cousto auf dem Kongress Lebens(t)räume Medizin und Bewusstsein in Königstein am 27. November 2016 der Mind Award for Awareness und Education verliehen.

Die Laudatio hielt Thomas Künne, der zusammen mit Hans Cousto im Sommer 2016 das Buch “Heilsame Frequenzen” veröffentliche.  Hier ein paar Ausschnitte aus dieser Laudatio:

«[...] Ich bin fest davon überzeugt, dass die Menschheit erst jetzt langsam begreift, welches Geschenk ihr Hans Cousto mit seiner Forschung gemacht hat. Denn das sind nicht irgendwelche Schwingungen, das sind die Schwingungen der Planeten unseres Sonnensystems. [...] Seine Berechnungen der Planetenfrequenzen kommen heute weltweit bei der Herstellung von Klangschalen, Gongs oder auch Stimmgabeln zur Anwendung. Sie wirken wie ein Starthilfekabel oder eine Art Souffleur, um unseren Inneren Heiler, unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren. [...]
Hans Cousto schreibt in “Heilsame Frequenzen”: ‹ [...] entweder man ist bewusst, oder man ist es eben nicht. Da kann man noch so viele Workshops und Kurse belegen, um ein erweitertes Bewusstsein zu erlangen, doch helfen die einem wenig im nächsten Moment, wenn man voller Stolz über das neu erworbene Bewusstsein träumerisch sinnierend durch das Tor des Kursraumes wandelnd über die Schwelle stolpert und auf die Schnauze fällt.›
Danke an Hans Cousto für seine allumfassenden Forschungen!»
Die ganze Laudatio kann hier als PDF geladen werden.


Ein kleiner “Awareness” Lapsus in dieser Urkunde: Die korrekte Schreibweise des Ausstellungsortes ist Königstein.

Mind Award für Hans Cousto

Dem Musik- und Harmonikforscher Hans Cousto wird der Mind Award For Awareness And Education verliehen. Die Preisverleihung findet am 27. November 2016 im Rahmen des Kongresses „Medizin und Bewusstsein“ im Haus der Begegnung in Königstein/Taunus statt.

Hans Cousto entdeckte 1978 die Bedeutung des Oktavgesetzes für die Kunst der harmonikalen Verknüpfung verschiedener Schwingungsbereiche.
Zunächst „oktavierte“ er die Zyklen der Erde, des Mondes und der Planeten in den Hörbereich. Die so ermittelten Planetentöne sind universelle Kammertöne, die ein paar  Oktaven tiefer einem bestimmten musikalischen Tempo und viele Oktaven höher einer bestimmten Farbe entsprechen. Auch die Spektren von Molekülen sind mit Klängen und Rhythmen oktavverwandt.

Den Forschungen von Hans Cousto verdanken wir Einblicke in strukturelle Zusammenhänge zwischen planetaren, akustischen, optischen, atomaren und sonstigen Schwingungsbereichen. Ein Einschwingen auf die Harmonien der Natur kann uns die Nicht-Getrenntheit vom großen Ganzen verdeutlichen und nicht zuletzt lassen sich Erkenntnisse von Zusammenhängen für ein gesteigertes Wohlbefinden im Leben nutzen.

Informationen zum Mind Award:
www.mindaward.com

Informationen zur Preisverleihung an Hans Cousto
 www.medizin-bewusstsein.de/mind_award 

Fotonachweis:  Thomas Rojahn, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE


New Healing 2016

Text: Hans Cousto und Fritz Dobretzberger

Vom 15. bis 21. August 2016 fand am Badesee Preddöhl/Prignitz das New Healing Festival statt. Teil des Festivals war das Spiritual Retreat mit über 200 Programmpunkten im Tipi Town der Healing Area. Zelebriert wurde ein facettenreiches Programm mit Vorträgen, Workshops und Konzerten aus unterschiedlichen spirituellen und musikalischen Traditionen und vielen interaktiven Angeboten. Nach der Eröffnungszeremonie rund um die Feuerstellen in der Mitte der Healing Area am Montag Abend startete am Dienstag die New Healing Conference mit grundlegenden Informationen zur Healing Week wobei sich die mitwirkenden Akteure, Heiler und Projekte vorgestellt haben.

Leibesübungen, Yoga und Meditationen
Das New Healing Festival ist eine echt sportliche Veranstaltung. Der Tag beginnt jeweils mit diversen Leibesübungen, Yoga und Meditationen.

Ein tägliches Highlight: Trommelworkshop mit Jens Zygar
Jeden Nachmittag gab es einen großen Trommelworkshop mit Jens Zygar, der auch das ganze Programm für die Healing Area zusammenstellte. An diesen Trommelworkshops nahmen durchschnittlich 70 bis 80 aktive Trommler*innen teil.


Die Kosmische Oktave auf der OM-Stage

Vorträge und Workshops von Hans Cousto

Am Anfang war der Schatten
Es wurde aufgezeigt, wie die Teilung des Kreises und der Zeit aufgrund der Bewegung des Schattens eines Baumes oder später eines Schattenstabes im Verlaufe der Geschichte vor­genommen wurde. Der Ursprung unserer Raum- und Zeitteilung und unserer Maßsysteme wurden anschaulich erklärt – von der Sonnenuhr bis zum modernen Chronometer.

Beim ersten Workshop mit Hans Cousto lernten die Mitwirkenden, wie man mit Schnürchen und Stöckchen Kreisteilungen vornehmen kann und wie diese archaische Geometrie bis heute auf den Zifferblättern der Uhren oder in der Darstellung von Horoskopen erhalten geblieben ist.

Maß und Zahl im Tempelbau und in der Musik
Intervalle – bestimmt durch Zahlenverhältnisse – gibt es nicht nur in der Musik, sondern wurden und werden auch im Bau von Tempeln als auch sonst in der Architektur verwendet. Besondere Berücksichtigung wird dabei dem 7. und 11. Teilton gewidmet (Naturseptime und Alphorn-Fa). Erstaunlich aber wahr, die 7 und die 11 sind durch die Größenverhältnisse von Erde und Mond in ihrer kosmischen Relevanz determiniert. Anschaulich gemacht wird das Ganze mit Schnüren (mit Knoten) und Stöckchen – Geometrie wie im alten Ägypten. Mehr braucht es nicht, um ein Tempelmandala zu konstruieren.


Abb. 1: Ausschnitt aus dem mit Schnürchen und Stöckchen konstruierten Tempelmandala

Abb. 2: Geometrische Darstellung des heiligen Mandalas der Tempelbauer. Eine genaue Konstruktionsbeschreibung steht in dem Artikel „Eine kosmische Gartenlaube

Klänge als Spiegelbild kosmischer Rhythmen
Mittels des Oktavgesetzes lassen sich Schwingungsverhältnisse aus dem Makrokosmos (z.B. Sonnensystem) und dem Mikrokosmos (Atome, Moleküle) in den Hörbereich trans­ponieren und für uns Menschen wahrnehmbar machen. Erklärt wurde, wie es dazu kam und was dies für Instrumentenbauer und Musiker bedeutete, respektive was sie aus diesen Erkenntnissen so alles erfanden und schöpften.

Moderiertes Konzert mit dem Akasha Project
Nach einer Einführung von Hans Cousto und Barnim Schultze spielte Barnim, das Akasha Project, eine Klangreise durch unser Sonnensystem, gefolgt von einem Klangausflug in die Resonanzen des DMT-Moleküls.

Abb. 3: Hans Cousto und Barnim Schultze auf der OM-Stage

Abb. 4: Das Akasha Project bei seiner Performance

Bildnachweise:
Abbildungen 1: Thomas Rojahn, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Abbildungen 3 – 4: Doro Tops, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE 

AstroMUSICology

Das Label Klangwirkstoff Records feiert mit einer Party am 27. August 2016  in Berlin sein 10-jähriges Jubiläum. Wie Planetware befasst sich auch Klangwirkstoff ausschließlich mit den Naturverhältnissen der Kosmischen Oktave. Was wäre angemessener als diesem Jubiläum mit einer Live-Horoskop-Vertonung die Ehre zu erweisen.

Das Projekt Starsounds stellt hierzu sowohl die Planeten-Konfiguration dieses Tages, als auch das Horoskop der Gründung von Klangwirkstoff Records musikalisch dar. Der Musiker ist Steve Schroyder.  Er wird die von Fritz Dobretzberger aus den planetaren Verhältnissen abgeleiteten Tonleitern live umsetzen.
Ausführliche Projekt-Informationen auf der Webseite
http://www.planetware.de/musik/horoskopmusik.html

Die Klangwirkstoff Ambient Party hat natürlich noch viel mehr zu bieten: Livemusik auch von Akasha ProjectB.AshraDevas & Somnambule, Rainer von Vielen, TV Victor und Motom. Zudem eine Reihe von DJs, einige Performances, Lesungen und Videokünsttler. In einem Vortrag stellt der Entdecker der Kosmischen Oktave Hans Cousto u.a. sein neues Buch “Heilsame Frequenzen” vor, das er zusammen mit Thomas Künne geschrieben hat.

Ausführliche Informationen zur Klangwirkstoff-Party unter
http://www.klangwirkstoff.de/html-de/aktuell.html und
https://www.facebook.com/events/228969810826286/

Am 26.07.2016 erschien im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung der lesenswerte Artikel “Brüche in den ruhigen Flächen über innovative Entwicklungen des Genres Ambient Musik. Unter anderem wird auch auf Klangwirkstoff Records verwiesen.


 

P-C-R Musikprojekt

Timo Preece und Steffen Günther haben in Berlin das Projekt P-C-R Planetary Cymatic Resonance gegründet, in dem sie Musik produzieren, die mit Naturfrequenzen unseres Kosmos harmoniert.

Mit ihren akustischen und elektronischen Instrumenten, das sie auf Oktavtöne von planetaren oder molekularen Zyklen einstimmen, schaffen sie eine dem menschlichen Wohlsein gewidmete Musik.