Ernst Florenz Friedrich Chladni

Der Physiker und Astronom Ernst Florens Friedrich Chladni (1756 – 1827) ist unter anderem bekannt durch die nach ihm benannten Chladnischen Klangfiguren. Wird eine dünne, mit Sand bestreute Metallplatte in Schwingung versetzt, indem sie an der Kante mit einem Geigenbogen bestrichen oder mit einer vibrierenden Stimmgabel berührt wird, ordnet sich der Sand zu geometrischen Mustern.

Ein vergleichbares Phänomen zeigen auch die Wasserklangbilder von Alexander Lauterwaser oder von Michael Memminger. Mit seinem Projekt Magic Aqua hat Michael Memminger auch mit Planetentönen eine Reihe Wasserklangbilder gemacht. Vom Soundtrack „Sun 4 Seasons“ von Steve Schroyder & Alien Voices bewegte Magic-Aqua-Wasserklangbilder wurden in das entsprechende Musikvideo eingearbeitet.

Laut Wikipedia soll Chladni auch den Vorschlag gemacht haben, den Kammerton der Musik auf einer höheren Oktave der Frequenz von einmal pro Sekunde beruhen zu lassen. Ein Hertz sind acht Oktaven höher 256 Hz. Chladni dürfte allerdings nicht mit der Maßeinheit “Hertz” (Hz) gerechnet haben, denn der Physiker Heinrich Hertz, nach dem dieses Maß benannt ist, wurde erst 1857 geboren.

Ende des 19 Jhdt, hat der Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner — anlehnend an Paul Hindemith — ebenfalls auf die Möglichkeit hingewiesen, den Grundton C mit 256 Hz auf unsere Sekunden-Zeitrechnung zu beziehen; siehe auch
http://www.planetware.de/tune_in/schumann.html#meistergabel 

Als Astronom hat Chladni vor allem Meteoriten erforscht. Eines seiner Bücher mit dem Titel „Über den Ursprung der von Pallas gefundenen und anderer ihr ähnlicher Eisenmassen und über einige damit in Verbindung stehende Naturerscheinungen“ begründete die moderne Meteoritenforschung. Astronomen ehren ihren Kollegen, indem sie den Mondkrater Chladni und den Asteroiden (5053) Chladni nach ihm benannten.

Der Asteroid Chladni wurde 1985 von dem Astronomen Edward L. G. Powell entdeckt. Im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter gelegen, hat Chladni eine Sonnenumlaufzeit von 3,7 Jahren (1357,201 Tage); siehe http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=chladni

34 Oktaven höher ergibt das einen Ton D mit 146,51 Hz (der entsprechende Kammerton a1 mit 439,03 Hz weicht minus 3,8 cent von 440 Hz ab). Das entsprechende oktavanaloge Tempo von Chladni ist 68,7 bpm (beat per minute), die entsprechende Farbe ist Blau.


 

 

Magisches Wasser

Sein Magic Aqua Studio hat der in München geborene Künstler Michael Memminger im oberbayrischen Rosenheim installiert. Michael fotografiert und filmt Töne, Klänge und Musik, indem seine Kameras magisches Wasser beobachten, Magic Aqua eben: Eine kleine kreisrunde Wasseroberfläche, die – bewegt durch die Tonvibrationen eines Lautsprechers – wunderschöne, mandalaartige Muster zeigt.

Wenn Michael ein Wasserbild aufnimmt, das durch einen bestimmten Planeten-Oktavton erzeugt wird, beleuchtet er die Wasseroberfläche mit der entsprechenden Oktavfarbe. Ein Beispiel: Die Erde umrundete einmal pro Jahr die Sonne. 30 Oktaven höher ist das eine Tonfrequenz von 34,02 mal pro Sekunde. Das nebenstehende Bild ist eine Momentaufnahme einer mit dieser Frequenz beschallten Wasserfläche. Weil die 74. Oktave der Erde-Sonnenumlaufs-Frequenz blaugrün scheint, ist dieses Wassermuster blaugrün beleuchtet.

Der im August 2015 im Magazin “Visionen” erschienene Artikel “Mandalas des Lebens – Faszination Wasserklangbilder” stellt Michael Memminger und seine Magic Aqua Kunst vor.

Ein bewegtes Wasserklangbild, einen Wasserklangfilm, der durch die zu hörende Musik von Steve Schroyder & AlienVoices erzeugt wird, zeigt der Videoclip zu “Sun 4 Seasons

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