Wir sind die Erde

Raumschiff Erde

Bildnachweis: NASA

Weltraumfahrer erblicken die Erde als Himmelsobjekt und ein Mensch darauf wirkt allerhöchstens wie ein mikroskopisch kleines Staubteilchen. Wir sind also die Erde, wir Menschen, alle anderen Bewohner und alles sonstige, aus dem der Planet besteht. Eigentlich ist die umfassendere Wahrheit, das wir auch das Sonnensytsem, die Galaxie, das Universum sind, — das sich selbst mittels unserer Sinne erforscht.  Die Erde ist aber unser Standpunkt, von wo aus wir betrachten und worauf sich seit Urzeiten das uns bekannte Leben abspielt und entwickelt. Die planetaren Zyklen prägen die Takte des Lebens und es sind die Naturzyklen, die sehr wesentlich auch unsere Kulturen bestimmen, nicht nur den Ackerbau, unsere Ur-Kultur. Ich zitiere aus der Wikipedia:
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Kulturleistungen sind alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, wie in der Technik oder der bildenden Kunst, aber auch geistige Gebilde wie etwa Recht, Moral, Religion, Wirtschaft und Wissenschaft.

Manche Hochkulturen waren früher noch mehr als heute an den Rhythmen der Natur orientiert. Beispielsweise wurden Fruchtbarkeitsrituale selbstverständlich bei Vollmond  gefeiert, was nicht nur sinnvoll ist, weil es rund um die Uhr hell ist,da sobald die Sonne untergeht, der voll leuchtende Mond aufgeht. Mehr zum Mondrhythmus später in einem eigenen Artikel.

Ein weiteres Beispiel einer Hochkultur, deren Ziel eine Erfassung ganzheitlicher Zusammenhänge ist:  Im chinesische Buch der Wandlungen „I Ging“, dessen Entstehungsgeschichte vor über 5000 Jahren begann, ist aufgeschlüsselt, wie alle kulturellen Bereiche miteinander vernetzt sind. “Indem man emporblickend  mit seiner (des I Gings) Hilfe die Zeichen am Himmel verständnisvoll betrachtet und niederblickend die Linienzüge der Erde untersucht, erkennt man die Verhältnisse des Dunklen und Hellen. Indem man an die Anfänge zurückgeht und die Dinge bis zu Ende verfolgt, erkennt man die Lehren von Geburt und Tod. Die Vereinigung von Samen und Kraft wirkt die Dinge; das Entweichen der Seele bewirkt die Veränderung: daraus erkennt man die Zustände der ausgehenden und zurückkehrenden Geister.  (“I Ging” in der Übersetzung von Richard Wilhelm)

Etwa seit Beginn des technischen Zeitalters vor ein paar Hundert Jahren trat im westlichen Abendland das kulturelle Interesse an ganzheitlichen, kosmischen Zusammenhängen immer weniger in Erscheinung, während die Konzentration auf Spezialgebiete zunahm. Vor lauter Bäumen war kaum noch der Wald zu erkennen. Bäume gedeihen jedoch besser, wenn wir unser Interesse auch dem Wald  zuwenden. Der Ganzheitsgedanke ging nie gänzlich verloren; großartige Werke einzelner Wissenschaftler und Künstler zeugen davon.

1978 erkannte der Harmoniker Hans Cousto in einer Vision eines klingenden Sonnensystems, das es sinnvoll ist, die in der Musik bekannte Oktave über den Hörbereich hinaus auf alle Schwingungen anzuwenden. Seine Formel der vielfachen Frequenzverdoppelung ( f . 2n) stellt eine Verbindung von einer beliebigen Frequenz zu einer oktavanalogen Frequenz in einem anderen Schwingungsmedium her. Die Oktavformel offenbart harmonikale Beziehungen zwischen unterschiedlichen Naturerscheinungen; sie verbindet Planetenrotationen und -umläufe, Wetterstrahlung, Zell- und Molekülfrequenzen, Rhythmen, Töne, Farben, Längenmaße, Proportionen u.s.w. Kurz gesagt: die Kosmische Oktave ermöglicht einen Blick auf wundervolle  Zusammenhänge im Gesamtspektrum aller Schwingungen.

Es scheint kein Zufall zu sein, das diese Universalformel ausgerechnet aus der Welt der Töne hervorgeht. Bereits im Embryo wird das menschliche Gehör als erster Sinn ausgebildet. In keinem anderen Bereich sind Schwingungsverhältnisse so detailiert erforscht und definiert, wie umfangreiche Musiktheoriebücher dokumentieren. In gewisser Weise zeigen uns Töne und Klänge woher wir kommen. Ein Klang besteht aus einem Grundton und vielen Obertönen. Die tiefste Frequenz bildet dabei in der Regel den Grundton. Im Gesamtspektrum aller Schwingungen ist es ebenso: Die Weltraumkörper mit ihren  „Tage“ oder „Jahre“ dauernden astronomischen Zyklen bilden als die tiefsten aller Frequenzen die “Grundtöne des Seins”. Am gravierendsten für uns Erdbewohner sind natürlich die Bewegungszyklen der Erde, sie bestimmen grundlegend die Take unseres Daseins.


GEWUSST WIE – Schwingende Welt
1. Alles schwingt
2. Oktave: Halbierung Verdoppelung
3. Resonieren und mitschwingen
4. Die Kosmische Oktave
5. Wir sind die Erde (dieser Artikel)
6. Unser Erdenleben
7. Die Erdrotation
8. Der Erde-Sonnenumlauf
9. Das Erdachsenkreisel
10. Mond Mozart Erotik Ostern