J. S. Bach auf 432 Hz

Der italienische Cellist Davide Zavatti hat sein Violoncello auf 432 Hertz gestimmt und damit die Suiten von Johann Sebastian Bach aufgenommen. Dieser Kammerton und das wesentlich langsamer gespielte Tempo machen „Quo Vadis Bach“ zu einer einzigartigen Klassik-CD. Ich kann kaum beschreiben, wie sehr mich die Musik schon beim ersten Hören gestreichelt hat (was wunder, sie kommt von einem Streich-Instrument).

Eingespielt hat Zavatti die Bach-Suiten in einer ehemaligen Steinmühle in Oberösterreich. Während der Aufnahmen haben 12 Personen abwechselnd vor seinem Instrument liegend Platz genommen, so das des Musikers Herzpuls und Atemrhythmus mit denen der Hörer in Resonanz treten konnten.

Nie zuvor hat mich klassische Musik derart samtweich berührt, was sicherlich auch an der gewählten tieferen Kammerton-Stimmung liegt und wie getragen und einfühlsam Bach hier von Davide Zavatti interpretiert wird (die Aufnahmen wurden nicht erst im Studio zeitlupenmäßig verlangsamt). Den Stimmton betreffend wissen Kenner der planetaren Frequenzen, das der Erde-Sonnenumlauf, das Erdenjahr, in einer höheren Oktave ein Cis mit 136,10 Hz ist — mit einem entsprechenden A von 432,1 Hz.

Die CD “Quo Vadis Bach” kann im Planetware-eShop bestellt werden.
Beschreibung, Tracklist und Hörproben unter
shop.planetware.de/CD-Quo-Vadis-Bach

 

Musae Musicali

“12 Komponisten, 12 Töne, 12 Farben” ist das Thema des Projektes  Muse Musicali.  Jedem Komponisten wurde ein Ton mit der dazugehörigen oktavanlogen Farbe zugeteilt.  Ideator und Koordinator des Projektes ist der Musiker Davide Zavatti.

Die zwölf Musikstücke waren am 19. Oktober bei der Eröffnung der Ausstellung “Musae” in der Burg Vianden in Luxemburg zu hören. Zu sehen sind bis 1.12.2013 Werke aus dem Archiv von Renato Signorine, der als “Mosaik Patriarch” bekannt geworden und führend in der Renovierung der berühmten Mosaike in Ravenna, Italien war.

Davide Zavatti  lernte in den späten 70er-Jahren Renato Signorine selbst in dessen Atelier kennen. Auf der Website, in der er “Musae Musicali” vorstellt und auch auf Hans Cousto hinweist, schreibt er: “Der Rhythmus des kleinen Hammers beim Schlag auf die Steine ist nicht immer gleich. Unter den Händen Begabter wird daraus Musik. Renato Signorini ließ Mosaik zu Musik werden. Wir wagen den Versuch, und formen Musik zu Mosaik.”

Ausführliche Informationen zu dem Musik-Farben-Projekt unter www.musae.at