Die Kosmische Oktave


Der erste Oberton bei der Hälfte der schwingenden Saite ist der Oktavton. Er hat die doppelte Frequenz des Grundtones und ist  klanglich mit diesem so eng  verwandt – der Oktavton verschmilzt so sehr mit dem Grundton – das er den gleichen Namen  erhält. Hier ein A und eine Oktave höher wieder ein A.

RegenbogenspektrumDieses einfache Verhältnis von 1 : 2 finden wir grundlegend auch in anderen Schwingungsbereichen, zum Beispiel beim Licht. Und das ist besonders interessant: Während wir knapp 10 Oktaven hören, beträgt der Umfang unseres Sichtfensters rund eine Oktave. Rot ist die Farbe mit der längsten Wellenlänge. Mit immer kürzer werdenden Wellenlängen – und höher werdenden Frequenzen – sehen wir Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett bis es bei der halben Wellenlänge in den ultravioletten Bereich übergeht. Die Gegebenheit, das das Regenbogenspektrum eine Oktave umfasst, ist deshalb so interessant ist, weil dadurch jedem Ton und auch jeder anderen Frequenz oktavanalog eine Farbe entspricht.

SunsetAuch bei den Himmelsrhythmen ist das Verhältnis 1 : 2 (die Oktave)  deutlich wahrnehmbar: Der Erdumlauf um die Sonne von Frühlingsanfang bis zum nächsten dauert ein Jahr, bis zum Herbstanfang ein halbes Jahr.  Diese astronomischen Frühlings- und Herbstanfänge sind jeweils durch die Tag- und Nachtgleiche erkennbar, an der die Sonne nach genau einer halben Erdrotation wieder am Horizont untergeht;  zwölf Stunden ist dabei der Himmel (und die halbe Erdkugel) taghell erleuchtet und gleich lange ist er dunkel.
Beim Umlauf des Mondes um die Erde dauert ein Zyklus von einem Neumond bis zum nächsten einen Monat (durchschnittlich 29,53 Tage). Und genau bei der Hälfte des Umlaufs ist Vollmond.

Der Tag des Neumondes am 2. Oktober 1978 war wahrlich eine Sternstunde unserer Kulturgeschichte. Es war der Tag, in dem sich für den Schweizer Harmoniker und Musikforscher Hans Cousto nach dem Genuss des psychoaktiven Pilzes Spitzkegeliger Kahlkopf (Psilocybe  semilanceata),

Hans Cousto„die Sphären von ihren physikalischen Bedingtheiten befreiten und sich mir in ihren harmonischen Gesetzmäßigkeiten in einer rein strukturellen Form zeigten. Es war ein visionäres „Mathematisches“ Sehen in den herrlichsten Farben und Klängen . . . Ich sehe das ganze Sonnensystem, es leuchtet in allen Farben wie ein Mandala aus unendlich vielen Regenbögen, es klingt wie ein ganzer Chor, es ist wunderbar und bezaubernd.
Ich bin ganz weit weg und sehe die Sonne und alle Planeten, klar und deutlich, ja ich höre sie, jeden einzelnen für sich und alle zusammen – und auf einmal erkenne ich die Gesetzmäigkeiten, die den Tönen zugrunde liegt, aus denen sich die Klänge dieser kosmischen Symphonie zusammensetzen. Wie von einem Blitz getroffen, reißt es mich aus dieser Vision“.                            (Hans Cousto in “Die Kosmische Oktave“, Synthesis Verlag, Essen)

Dieser Blitz war das Erkennen des Verhältnisses von 1: 2 als universelles Schwingungsverhältnis, bekannt in der Musik als Oktave, aber weit über die Musik hinaus alle Schwingungsfrequenzen umfassend. Mit der universalen Oktavformel f . 2n (sprich f mal 2 hoch n = mehrfache Verdoppelung einer Frequenz) berechnete Cousto zunächst aus den Umlaufs- und Rotationsfrequenzen der Erde, des Mondes und der Planeten die entsprechenden oktavanalogen Töne.


Berechnung des oktavanalogen Tones der Erdrotation
Dauer der Rotation der Erde um die eigene Achse,
gemessen von einem Höchststand der Sonne bis zum nächsten:
1 Mitllerer Sonnentag =
24 Stunden = 1440 Minuten  = 86400 Sekunden (24 . 60 . 60)

Frequenz der Erdrotation:
1 : 86400 Sekunden = 0,000 011 574 Hertz
Diese Frequenz bis zum mittleren Hörbereich verdoppelt:
0,000 011 574 Hz . 224 = 194,18 Hz
( Hz = Schwingngungen pro Sekunde;  224 bedeutet 24-fache Verdoppelung;).


Kosmische OktaveAls Bezeichnung für fie vielfache Frequenzverdoppelung über verschiedene Schwingungsbereiche hinweg, um Weltraumzyklen, Rhythmen, Tönen, Farben, Molekül- und andere Frequenzen harmonikal zu verknüpfen, hat sich Kosmische Oktave einebürgert.


GEWUSST WIE – Schwingende Welt
1. Alles schwingt
2. Oktave: Halbierung Verdoppelung
3. Resonieren und mitschwingen
4. Die Kosmische Oktave (dieser Artikel)
5. Wir sind die Erde
6. Unser Erdenleben
7. Die Erdrotation

8. Der Erde-Sonnenumlauf
9. Das Erdachsenkreisel
10. Mond Mozart Erotik Ostern

 

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