Ernst Florenz Friedrich Chladni

Der Physiker und Astronom Ernst Florens Friedrich Chladni (1756 – 1827) ist unter anderem bekannt durch die nach ihm benannten Chladnischen Klangfiguren. Wird eine dünne, mit Sand bestreute Metallplatte in Schwingung versetzt, indem sie an der Kante mit einem Geigenbogen bestrichen oder mit einer vibrierenden Stimmgabel berührt wird, ordnet sich der Sand zu geometrischen Mustern.

Ein vergleichbares Phänomen zeigen auch die Wasserklangbilder von Alexander Lauterwaser oder von Michael Memminger. Mit seinem Projekt Magic Aqua hat Michael Memminger auch mit Planetentönen eine Reihe Wasserklangbilder gemacht. Vom Soundtrack „Sun 4 Seasons“ von Steve Schroyder & Alien Voices bewegte Magic-Aqua-Wasserklangbilder wurden in das entsprechende Musikvideo eingearbeitet.

Laut Wikipedia soll Chladni auch den Vorschlag gemacht haben, den Kammerton der Musik auf einer höheren Oktave der Frequenz von einmal pro Sekunde beruhen zu lassen. Ein Hertz sind acht Oktaven höher 256 Hz. Chladni dürfte allerdings nicht mit der Maßeinheit “Hertz” (Hz) gerechnet haben, denn der Physiker Heinrich Hertz, nach dem dieses Maß benannt ist, wurde erst 1857 geboren.

Ende des 19 Jhdt, hat der Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner — anlehnend an Paul Hindemith — ebenfalls auf die Möglichkeit hingewiesen, den Grundton C mit 256 Hz auf unsere Sekunden-Zeitrechnung zu beziehen; siehe auch
http://www.planetware.de/tune_in/schumann.html#meistergabel 

Als Astronom hat Chladni vor allem Meteoriten erforscht. Eines seiner Bücher mit dem Titel „Über den Ursprung der von Pallas gefundenen und anderer ihr ähnlicher Eisenmassen und über einige damit in Verbindung stehende Naturerscheinungen“ begründete die moderne Meteoritenforschung. Astronomen ehren ihren Kollegen, indem sie den Mondkrater Chladni und den Asteroiden (5053) Chladni nach ihm benannten.

Der Asteroid Chladni wurde 1985 von dem Astronomen Edward L. G. Powell entdeckt. Im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter gelegen, hat Chladni eine Sonnenumlaufzeit von 3,7 Jahren (1357,201 Tage); siehe http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=chladni

34 Oktaven höher ergibt das einen Ton D mit 146,51 Hz (der entsprechende Kammerton a1 mit 439,03 Hz weicht minus 3,8 cent von 440 Hz ab). Das entsprechende oktavanaloge Tempo von Chladni ist 68,7 bpm (beat per minute), die entsprechende Farbe ist Blau.


 

 

Schwingungsvertiefung

In spirituellen oder esoterischen Kreisen wird manchmal die Frage gestellt ob „bezüglich unserer Schwingungserhöhung oder Weiterentwicklung“ sich zum Beispiel die Oktavfrequenz des Erdentages 194,18 Hz  erhöht, oder sich die Schwingungen der Planeten verändern.

Eine Frequenzerhöhung des Erdrotation würde heißen, das sich der Planet schneller dreht und somit seine Tage kürzer werden. Real sind die Erdentage in den letzten 3000 Jahren aber um (lediglich) 0,05 Sekunden länger geworden. Der Ton wird demnach tiefer, nicht höher.

Eine längere Periodendauer bedeutet eine tiefere Frequenz, so das keine Schwingungserhöhung, sondern im Gegenteil eine Schwingungsvertiefung stattfindet. Die langfristige Verlangsamung der Erdrotation ist aber so ultraminimal, das sich an der oktavanalogen Frequenzahl 194,18 Hz nichts ändert. Erst an der vierten Stelle hinter dem Komma ist die Tonfrequenz heute um ein Zehntausendstel Hertz tiefer als vor 3000 Jahren. Das ist selbst für das absoluteste Gehör nicht wahrnehmbar (eine einzige Schwebung aus der Differenz beider Töne würde 2 1/2 Stunden dauern).

Berechnung

Heute:
1 Tag = 86 400 Sekunden = 0,0000115740740740741 Hz * 224 = 194,180740740741 Hz
Vor 3000 Jahren:
1 Tag = 86.399,95 Sekunden = 0,0000115740807720375 Hz * 224 = 194,18085311392 Hz


Die Schumann-Resonanz

Author: NASA/Goddard Space Flight Center

Ähnlich gelagert ist eine Fragestellung zur Schumann-Resonanz und deren vermeintliche Erhöhung von 7,83 Hz auf 8 Hz, respektive der entsprechenden Oktavtöne von 250,56 Hz auf 256 Hz.

Da sich die Schumann-Resonanzfrequenz aus dem Erdumfang ableitet, würde eine Erhöhung bedeuten, das die Erde schrumpft.  Eine signifikante Änderung der Erdengröße ist nicht wirklich gegeben und wenn, dann wäre sie auch hier so gering, das beim Oktavton kein Unterschied zu hören wäre.


 

Ceres Frequenzen

Seit 6. März 2015 umkreist eine Raumsonde erstmalig einen Zwergplaneten. Die Sonde namens “Dawn” ist vor siebeneinhalb Jahren auf der Erde gestartet und nun am vergangenen Freitag bei dem Zwergplaneten Ceres angekommen. Nebenstehendes Foto hat sie am 19. Februar 2015 bei ihrem Anflug aufgenommen. Ein informativer Artikel über diese NASA-Mission ist im Wissensmagazin scinexx.de erschienen.
© NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA 

Im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter gelegen, braucht Ceres für eine Sonnenumrundung 4,6 Jahre  (1681,633 Tage; siehe NASA-JPL)

28 Oktaven höher ist das ein musikalisches Tempo von 111 bpm (beats per minute) und weitere sieben Oktaven höher ein Ton Ais mit 236,5 Hz und nochmals 41 Oktaven höher eine gelbe Farbfrequenz; siehe auch http://www.planetware.de/tune_in/Zwergplaneten.html#ceres


 

Der Caesium-Ton

Die ursprüngliche Grundlage der Berechnung unserer Uhrzeit ist der Erdentag, gemessen von einem Höchstand der Sonne bis zum nächsten Höchstand nach einer ganzen Rotation der Erde um die eigene Achse.

Unsere Uhr teilt den Tag in 24 Stunden, á 60 Minuten, á 60 Sekunden. Der Erdentag hat also 86400 Sekunden, oder anders ausgedrückt, ist eine Sekunde der 86400ste Teil eines Tages.

Seit 1967 dient das Caesium-Atom als Grundlage zur Definition der Sekunde.

Die Periodendauer eines bestimmten atomaren Übergangs im chemischen Element Caesium (Cs) beträgt 0,000 000 000 108 78 Sekunden. Das 9 192 631 770-fache davon ist eine Sekunde.

Die Frequenz des Caesium mit 9 192 631 770 Hz ist 26 Oktaven tiefer der Ton CIS mit 136,98 Hz und weitere 6 Oktaven tiefer ein Tempo von 128,4 bpm (Schläge pro Minute).

 

Neue Chiron Daten

Im tune_in Menü von Planetware war bisher die Umlaufszeit des Asteroiden Chiron mit 50,7 Jahren angegeben. Quelle dieser Angabe war der Chiron Fact Sheet der NASA. Die 38. Oktave dieser Periode ist ein Ton mit 171,8 Hz. Die im Planetware-eShop bis Mai 2014 angebotene Chiron-Stimmgabel hatte dementsprechend diese Tonfrequenz.

Nachdem nun im JPL Small-Body Database Browser, eine andere Datenquelle der NASA, die Umlaufszeit des Chiron mit 50,39 Jahren angegeben ist, hatte ich bei den Autoren des oben genannten Chiron Fact Sheets nachgefragt, was der Grund für die unterschiedlichen Angaben sei, worauf ich folgende Antwort erhielt: “I have not updated that fact sheet for some time, I would guess that with more information they have improved the orbit determination and the 50.39 year number is more accurate. I’ll have to go through the fact sheet and update it.” Anscheinend liegen mittlerweile erweiterte Informationen über den Asteroiden vor, so das nun die Umlaufsperiode mit 50,39 Jahren angegeben werden kann. Der Autor hat sein Chiron Fact Sheet jetzt ebenfalls entsprechend geändert.

Eine Umlausfperiode von 50,39 Jahren ergibt 38 Oktaven höher einen Ton mit 172,86 Hz. Der dieser Frequenz entsprechende Kammerton a1 hat  435,59 Hz (die minus 17,45 cent von 440 Hz abweichen). Die 31. Oktave von 50,39 Jahren ist ein Tempo von 81 bpm (Schlägen pro Minute).

 

Venus Transit

Alle gut 27 Tage ist Neumond mit Sonne und Mond in der selben Himmelrichtung. Wesentlich seltener bilden Erde, Mond und Sonne eine ganz präzise Gerade und somit eine Sonnenfinsternis. Ähnlich ist es bei einem Venustransit. Venus und Sonne stehen etwa alle 580 Tage beisammen. Bilden sie mit der Erde eine schnurgerade Linie, kann unser Nachbarplanet als kleiner Punkt auf der Sonnenscheibe  beobachtet werden.

Diese “Minisonnenfinsternis” ereignet sich derart selten, das sie von manchen  Generationen nicht erlebt werden kann. Es dauert mehr als hundert Jahre, bis dann zwei Venustransite hintereinander in einem Abstand von acht Jahren stattfinden. Im 20 Jahrhundert gab es keinen einzigen. Davor ereigneten sie sich 1882 und  1874, 1769 und 1761, 1639 und 1631. Die ersten beiden in diesem Jahrtausend waren 2004 und 2012 und auf die nächste müssen wir bis zum Jahr 2117 warten.

Venustransite, auch Venuspassagen genannt, waren und sind für die Astronomie von besonderer Bedeutung. Unter anderem führte die Bestimmung der Parallaxe — die Unterschiede der Position der Venus auf der Sonnenscheibe durch Beobachtung von verschiedenen Standorten auf der Erde — zur sehr genauen Bestimmung des Sonne-Erde-Abstandes. Nach der Idee des Astronomen Edmond Halley, die Parallaxe durch Zeitmessung zu ermitteln, nahmen von der Venustransite am 6.Juni 1761 – neunzehn Jahre nach seinem Tod – weltweit an die zweihundert Astronomen die entsprechenden Daten auf.

In diesem Jahrhundert wurden die Venustransite zu einem medialen Großereignis, von Millionen Menschen direkt oder via TV und Internet bestaunt — und das Star Sounds Orchestra reflektierte musikalisch die astronomischen Daten.

Am 8. Juni 2004, von 7h20 bis 13h25, spielte — mit Blick auf die Venustransite — das SSO im Rahmen des Sonnenklang-Festivals im Schlosspark Wetzlas in Österreich. Grundton und Tempo dieses Konzertes waren höhere Oktaven synodischer Venusperioden: ein F mit 171 Hertz bei 80 Schlägen pro Minute. Die darauf aufbauende Tonleiter wurde aus der Konstellation aller Planeten abgeleitet. Vertonungsdaten und Konzertfotos sind auf folgender Webseite archiviert:
www.planetware.de/aktuell/archiv/2004/venustransit04.html

Mythologisch bedeuten diese astromusikalischen Reflektionen einen mit Sonnenenergie geladenen, lebhaften Liebestanz der Venus, die innerhalb von acht Jahren eine fünfblättrige Lotus-Choreographie in den Himmel tanzt.

Am 6. Juni 2012, also genau acht Jahre später, nachdem die Venus erneut einen kompletten Blütentanz aufs Sternenparkett gelegt hatte, folgte die zweite Venuspassage. Das Star Sounds Orchestra und Gastmusiker zelebrierten dazu erneut eine interaktive Inszenierung, mit Aspekten der Kunst und der Liebe im Blickpunkt, diesmal im Rahmen der Klangtage Marl in Deutschland.

Bei Planetware Records ist nun ein Live-Album über diese kosmischen Konzerte erschienen: “Venus Transit” von Star Sounds Orchestra. Die Musik-CD mit vier langen Tracks im Ambient- und Downbeat-Stil ist jetzt im Planetware-eShop erhältlich. Ab Mitte Mai gibt es die Downloads bei iTunes, Amazon und vielen anderen Shop.


Direktlink zu Youtube

Quellenhinweise zu Venustransiten:

“Der himmlische Tanz von Sonne und Venus aus irdischer Sicht – Grundlagen zur Vertonung der Venuserscheinungen im Allgemeinen und der Venuspassagen im Besonderem” 
PDF von Hans Cousto über die Rhythmen der Venus, ihre siderischen und synodischen Umläufe, Oktavierung in den Hör- und Sichtbereich und ausführlichen Stimmdatenblättern.
www.planetware.de/download/cousto/Venuspassage.pdf

Deutsche Webseiten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Venustransit
http://www.venus-transit.de/index1.html
http://eclipse.astronomie.info/transit/venus/

Englische Webseiten:
http://en.wikipedia.org/wiki/Transit_of_Venus 
http://en.wikipedia.org/wiki/Transit_of_Venus_(disambiguation) 
http://royalsociety.org/exhibitions/transit-venus/1639/ (…..) 
http://eclipse.gsfc.nasa.gov/transit/transit.html 

 

Asteroid Chariklo


Die Najade Chariklo, eine Nymphe, ist Namensgeberin eines 1997 entdeckten Asteroiden. Er befindet sich in der Gruppe der Zentauren, die zwischen den Bahnen von Jupiter und Neptun die Sonne umrunden, und er ist ein Kuriosum:
Bildnachweis:
ESO/L. Calçada/M. Kornmesser/Nick Risinger (skysurvey.org)

Er ist der kleinste von Ringen umgebene Weltraumkörper, der bisher gefunden wurde (nur vier wesentlich größere Objekte im Sonnensystem können derartiges aufweisen: die Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun).

Chariklo umrundet die Sonne in 62,43 Jahren. Das ergibt 38 Oktaven höher den Ton Cis mit 139,5 Hz, mit dem entsprechenden Kammerton a1 von 443 Hz (= 440 Hz + 11,6 cent). Das oktavanloge Tempo ist 65,4 bzw. 130,8 bpm (beats per minute).

Quellenhinweise:
www.eso.org/public/germany/news/eso1410/
de.wikipedia.org/wiki/(10199)_Chariklo
www.zeit.de/wissen/2014-03/ring-chariklo-kleinstplanet
www.planetware.de/tune_in/Zwergplaneten.html#chariklo 

 


 

Mond Mozart Erotik Ostern

Als ständiger Begleiter unseres Planeten ist der Mond ein weiterer Taktgeber unseres Erdendaseins.  Was sein Himmelsrhythmus mit Mozart, Erotik und Ostern tun hat, ist Thema dieses Artikels.

Die Erde bildet mit dem Mond eine Einheit mit einem gemeinsamen Masseschwerpunkt. Dieser liegt rund 1700 km unter der Erdoberfläche, durchschnittlich 4671 km vom Mittelpunkt der Erde entfernt immer in Richtung des Mondes. Die Kraft des Mondes zeigt sich am deutlichsten bei den periodischen Hoch- und Tiefständen der Ozeane, den Gezeiten, bei der die Gravitation zwischen Erde und Mond eine wesentliche Rolle spielt.

Im Folgenden werde ich etwas näher auf die rhythmische Himmelsmechanik des Mondes eingehen, die sich bei seiner täglich wechselnden Erscheinung gut beobachten lässt.

Im Weltraum beleuchtet die Sonne logischerweise immer die ihr zugewandte Halbkugel des Mondes, während die Rückseite im Schatten liegt. Befindet sich der Mond von der Erde aus gesehen in der gleichen Richtung wie die Sonne, gehen (wegen der Erdrotation) Sonne und Mond gleichzeitig im Osten auf. Der Mond ist nicht zu sehen, weil er vom Sonnenlicht überstrahlt wird. Zudem wendet er uns seine ganze, im Schatten liegende Seite zu. Am Abend gehen Sonne und Mond gleichzeitig im Westen unter und es folgt eine Nacht ohne Mond am Himmel, was wir als “Neumond” bezeichnen.

Alle Planeten, einschließlich der Erde, bewegen sich in der annähernd gleichen Raumebene des Tierkreises wie auf einem Teller um die Sonne. Der Mond umrundet die Erde ebenfalls auf dieser Ebene. Der Erdäquator rotiert etwas geneigt dazu. Alles bewegt sich in die gleiche Richtung, bei Blickrichtung Süden gegen den Uhrzeigersinn. Weil die Erdrotation scheinbar viel schneller ist als alle anderen Bewegungen, wandern die Sterne der Ekliptik mit Sonne, Mond und Planeten im Urzeigersinn über den Himmel, täglich im Osten auf- und im Westen untergehend. In Relation zu den Fixsternen bewegen sich die Planeten und der Mond jedoch in die Gegenrichtung. Deshalb befindet sich der Mond täglich rund ein halbes der 12 Sternbilder weiter (gegen den Uhrzeigersinn) und geht somit rund 48 Minuten später auf.

Eineinhalb bis zwei Tage nach Neumond ist die erste schmale Mondsichel als Neulicht zu sehen. Am Himmel entfernt sich in den folgenden Tagen der Mond immer weiter von der Sonne, wobei zunehmend immer mehr von seiner sonnenbeschienenen Seite zu sehen ist. Wenn eine Woche nach Neumond nachmittags die Sonne im Südwesten steht, ist bei klarem Himmel im Südosten der Halbmond zu sehen.  Zeigt ein ausgestreckter Arm zur Sonne und der andere zum Halbmond, bilden beide Arme genau einen rechten Winkel von 90º.  Modelllhaft lässt sich diese Himmelmechanik  gut in einem abgedunkelten Raum mit einer (nicht abgeschirmten) Lampe als Sonne und einem Ball als Mond nachvollziehen.

Wieder eine Woche später gelangt der Mond auf die der Sonne gegenüberliegenden Seite der Erde, so das seine ganze ausgeleuchtete Seite zu sehen ist. Wenn die Sonne im Westen untergeht, steigt am gegenüberliegenden östlichen Horizont der Vollmond auf.

Die Mondumlaufbahn ist gegenüber der Erdbahn um die Sonne (Ekliptik) leicht geneigt. Wenn Sonne, Erde und Mond exakt eine gerade Linie bilden, bedeckt der Neumond die viel größere, aber viel weiter entferntere und daher etwa gleich groß erscheinende Sonne und verfinstert diese teilweise oder ganz. Oder es fällt bei Vollmond der Schatten der Erde auf den Mond und wir erleben eine Mondfinsternis. Da die Sonnen- und Mondfinsternisse nur einigene Minuten dauern, können wir sie nur sehen, wenn wir uns auf der Seite der Erdkugel befinden, die dem Mond zugewendet ist. Finsternisse kommen nur etwa 2, 3 mal im Jahr vor, da sich der Mond durch seine Bahnneigung meist etwas ober- oder unterhalb der Ekliptik befindet.

Bei einer Wahrnehmung muss klar sein, von wo aus beobachtet wird und in welche Relation das Wahrgenommene gesetzt wird. Von der Erde aus betrachtet, beträgt die Dauer eines Mondumlaufs in Relation zu den Fixsternen einen sogenannten “siderischen Monat” (lat. sidus = Stern). Stehen bei Neumond Sonne und Mond gemeinsam z.B. beim Regulus — dem hellsten Fixstern der Ekliptik im Löwen — dauert  es  27,322 Tage, bis der Mond wieder beim selben Fixstern angekommen ist.

Da die Sonne während dieser Zeit etwa ein Sternbild weitergewandert ist, dauert es gut zwei Tage länger bis wieder Neumond ist. Die mittlerer Dauer eines Mondumlaufs in Relation zur Sonne (von Neumond bis Neumond oder Vollmond bis Vollmond) ist 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und wird “synodischer Monat” genannt . Das griechische Wort syndos bedeutet “Versammlung” — eine Synagoge ist einer Versammlungsstätte — und steht in der Astronomie für eine “Versammlung mit der Sonne”.

Die folgende Tabelle zeigt die Daten des synodischen Mond-Erdeumlaufs und dessen oktavanalogen Schwingungen im Tempo-, Ton- und Lichtbereich.

Schwingung Formel Frequenz ( f ) Wahrnehmungsbereich
Synodischer  Mondumlauf
0,000 000 39 Hz 1 Synodischer Monat = 29,530588 Tage
22. Oktave f . 222 1,64 Hz Tempo: 98,63 beats per minute
29. Oktave f . 229 210,42 Hz Ton: GIS (a1 = 445,86 Hz)
30. Oktave f . 230 420,84 Hz Ältere Mozart-Stimmung: a1 = 421 Hz
70. Oktave f . 270 4,6272 . 1014 Hz Farbe: Orange 648 nm

Klassische Musik wird heutzutage bedauerlicherweise nicht mehr in den Farben gespielt, wie sie komponiert wurde. Durch die im westlichen Kulturkreis immer höher werdende Frequenz des Stimmtones (Kammerton)  klingt heute alles einen Halbton höher als vor rund 250 Jahren. Beispielsweise hatte damals der Ton A oktavanalog die Farbe Orange, heute hingegen Gelborange.

Die sogenannte “Ältere Mozartstimmung” war ein A mit 421 Hz und das entspricht der 30. Oktave des Synodischen Mondumlaufs mit 420,84 Hz. Zu Mozarts Zeiten gab es nur Kerzenlicht oder Petroleumlampen als künstliche Beleuchtung. Bei Neumond war es auf den Straßen immer stockdunkel. Das der Vollmond mit seiner Leuchtkraft, bei der Bäume Schatten werfen, im regelmäßigen Rhythmus eine deutliche Abwechslung bringt, ist heutigen, Kunstlicht gewohnten Stadtbewohnern kaum mehr gegenwärtig.

Vor allem bei Pflanzen, aber auch bei Lebewesen, die ihre Energie nicht durch Photosynthese beziehen, wurden photoperiodische, durch das Sonnenlicht induzierte Veränderungen untersucht. Meist hängen diese mit der jahreszeitlichen Dauer des Tageslicht zusammen, aber bereits die Energie des vom Vollmond auf die Erde reflektierten Sonnenlichtes kann ausreichen, um eine Morphose zu bewirken.

Ob und welche endogene Veränderungen im circalunaren Rhythmus stattfinden, untersucht die Chronobiologie. Frauen kennen den Menstruationszyklus (von lat. mensus = Monat), in etwa dessen Mitte der Follikelsprung (Eisprung) stattfindet. Dieser ist Voraussetzung für die Befruchtung durch ein Spermium, die darauf folgende Schwangerschaft und die Geburt neuen Lebens. Hormonelle Vorgänge produzieren bei Frauen während des Eisprungs Pheromone und damit einen veränderten Körpergeruch, den Männer — meist unbewusst  — wahrnehmen. Geoffrey Miller von der Universität Neu Mexiko berichtet in dem Journal “Evolution and Human Behavior” in einem nobelpreisgekrönten Artikel, das Striptease-Tänzerinnen in der Phase ihrer fruchtbaren Tage wegen der Pheromone etwa doppelt soviel Trinkgeld erhalten als sonst. Laut einem Artikel im Magazin “Focus” vermutet Karl Grammer, Evolutionspsychologe an der Universiät Wien, das sich Frauen durch den erhöhten Östrogenspiegel während des Eisprungs erotischer bewegen.

Der Mondrhythmus hat also deutlichen Anteil am Takt des Lebens. Die Evolution hat Erotik als Sprache zur Findung des geeigneten Partners entwickelt, um den Bestand der Spezies — und des Lebens selbst — zu gewährleisten. Fruchtbarkeitsrituale werden in naturnahen Kulturen gerne bei Vollmond gefeiert, was allein schon dehalb einleuchtet, weil es nur bei Vollmond rund um die Uhr hell genug ist, um auch ohne Kunstlicht ausgiebig zu feiern.

Das tibetische und das chinesische Neujahr startet bei einem Frühlings-Neumond. In Indien beginnen die Frühlings-Feierlichkeiten mit dem Vasant Panchami am fünften Tag des zunehmenden Mondes.  Geehrt wird Sarasvati, deren Fruchtbarkeit mit dem Frühling in Erscheinung tritt und auch als schöpferische Kraft in Wissenschaft, Kunst und Musik hervortritt. Die Festlichkeiten können bis Vollmond dauern, an dem zum Höhepunkt das Holi-Fest als rauschendes “Fest der Farben” zelebriert wird. Auch das jüdische Pessach beginnt beim ersten Vollmond im Frühling.

Mit dem indischen Holi-Fest der Farben hat das christliche Osterfest noch die Farben gemeinsam, mit denen Ostereier bemalt werden. Ansonsten ist Ostern (lat. pascha, hebräisch pessach) ein Beleg für eine kulturelle Distanzierung von der Natur. Bis zum Jahr 325 wurde das höchste Fest der Christenheit ebenfalls beim ersten Frühlings-Vollmond gefeiert. Doch dann kam das erste Konzil von Nikäa, bei dem  beschlossen wurde, das Fest des Lichtes und der Auferstehung Christi absurderweise in der Dunkelheit des abnehmenden Mondes zu feiern. Es kann darüber spekuliert werden, was diese Abkehr von der Natur im westlichen Kulturkreis bewirkt. Der Zölibat ist übrigens gleichfalls eine Folge jenes Konzils.

Im Anfang war das Wort“, steht in der Bibel. Ist damit das selbstreflektierende menschliche Bewußtsein gemeint, das durch das Wort “Ich” eine illusionäre Trennung vom “Du” (und der restlichen Umwelt) bewirkt?  Viele Jahrtausende bevor uns die ersten Religionen in “Heiligen Schriften” das Wort Gottes vorzukauen begannen, war es Aufgabe der Schamanen, den Menschen eigene, lebendige Erfahrungen des “Einssein mit Allem” (das durch das Wort — einschließlich dieses Textes — aufgehoben scheint) zu ermöglichen.  Durch repetive Trommelmusik, Tanz und Verzehr psychoaktiver Pflanzen in gemeinsamen Ritualen an naturgegebenen Feiertagen, häufig an Vollmonden, wurde ein ekstatischer Bewusstseinszustand erreicht, ein “Außersichsein“, bei der die vermeintliche Trennung vom Ich und der Umwelt wieder aufgehoben ist und Vergangenheit und Zukunft keine Rolle spielen. Schamanische Elemente finden sich heute erneut in der psychedelischen Kultur, in der — auffallend häufig  an Vollmonden und Sonnenfinsternissen — zahlreich besuchte Festivals mit repetiver Psytrance-Musik veranstaltet werden. 1)

Vielleicht befindet sich “Der Mensch auf dem Weg vom animalischen zu kosmischen Bewußtsein“, wie es Ken Wilber im Untertitel seines Buches “Halbzeit der Evolution” 2) beschreibt. Oder wie Hans Cousto, der die kosmischen Oktavtöne ermittelte, formuliert:

All-Ein-Sein heißt eins sein mit dem All. Die Schwingungen des Alls wahrzunehmen und sich auf diese Schwingungen einzustimmen heißt, sein Leben – oder einfach sich selbst – mit dem All in Einklang zu bringen. Ist die Person (von lat. per-sonare = zum Erklingen bringen, hindurchtönen) im Einklang mit dem Kosmos, resoniert der Kosmos in ihr, der Kosmos findet seinen Widerhall in der Person. Wird man sich dessen bewußt, hat das Bewußtsein kosmische Dimensionen erreicht.3)


LITERATUR:
1) “Goa – 20 Jahre Psychedelik Trance” von Tom Rom und Pascal Querner (Link)
2) “Halbzeit der Evolution” von Ken WIlber
3) “Die Kosmische Oktave – Der Weg zum universellen Einklang” von Hans Cousto
MONDMUSIK:
http://www.planetware.de/tune_in/Musik_Mond.html


GEWUSST WIE  – Schwingende Welt
1. Alles schwingt
2. Oktave: Halbierung Verdoppelung
3. Resonieren und mitschwingen
4. Die Kosmische Oktave
5. Wir sind die Erde
6. Unser Erdenleben
7. Die Erdrotation
8. Der Erde-Sonnenumlauf
9. Das Erdachsenkreisel
10. Mond Mozart Erotik Ostern (dieser Artikel)

 

Das Erdachsenkreisel


Das dritte Bewegungselement der Erde, neben ihrem Sonnenumlauf und der Rotation um die eigene Achse, ist die Kreiselbewegung der Achse, auch Achsenpräzession genannt.  Es dauert  knapp 26.000 Jahre, in der die gedachte Verlängerung der Erdachse einen ganzen Kreis im Fixsternhimmel durchläuft. Die Dauer dieses Zyklus der Präzession wird “Platonisches Jahr” genannt.

Bei der Sonnenumrundung steht die Erdachse nicht senkrecht zur Erdbahn (Ekliptik), sondern geneigt dazu. Die Kreise der Ekliptik und des Erdäquators bilden zueinander einen Winkel von 23 Grad. Zwei zueinander geneigte Kreise haben zwei Schnittpunkte und wenn sich die Erde  bei Ihrem jährlichen Umlauf um die Sonne an einem der beiden Schnittpunkte befindet, sind Tag und Nacht gleich lang. Der Punkt bei der Tag- und Nachtgleiche zu Beginn des Frühlings wird “Frühlingspunkt” genannt, gegenüber ist der Herbstpunkt.

Zur einfacheren Orientierung am Himmel sind die Fixsterne zu Sternbildern gruppiert.
Auf der Ebene der Erdbahn — der Ekliptik — sind dies die 12 Tierkreisbilder des Zodiaks. Zu Beginn unserer Zeitrechnung vor rund 2000 Jahren, befand sich der Frühlingspunkt der Tag- und Nachtgleiche zwischen den Tierkreisbildern Widder und Fische. Durch die Kreiselbewegung der Erdachse ist der Frühlings-Schnittpunkt  seitdem rückläufig  durch das Sternbild der Fische gewandert, um nun langsam in das Sternbild des Wassermanns überzugehen. In dem bekannten Lied “Aquarius” (engl. für Wassermann) aus dem Musical “Hair” wird das beginnende Wassermann-Zeitalter besungen.

Die Tierkreis-Bilder zur Orientierung der räumlichen Lage am Fixsternhimmel, dürfen nicht mit den Tierkreis-Zeichen verwechselt werden, denn diese symbolisieren die zeitliche Lage im Jahreskreislauf.  Während sich astronomisch der Frühlingspunkt stetig rückläufig durch die Tierkreisbilder verschiebt, ist astrologisch der Frühlingspunkt immer bei 0º des Widder-Zeichens. Das hat den guten Grund, das jederzeit — ob heute oder in tausenden von Jahren — beim gleichen Zeichen die gleiche Jahreszeit angezeigt wird. Ist jemand z.B.  im Zeichen des Löwen geboren, egal in welchem Jahrtausend, erfährt er die ersten Wochen seines Lebens sommerlich lange Tage und kurze Nächte. Astrologen deuten oder versuchen zu erkennen, wie ein neugeborenes Kind durch die Jahreszeit geprägt wird, in der es das Licht der Welt erblickt. Deshalb interessieren sie sich mehr für die Sternzeichen als für die Sternbilder (wobei sie diese idealerweise aber ebenfalls kennen sollten).

Gleitet z.B. in 13.000 Jahren unser Zentralgestirn nach dem Frühlingsanfang durch das Sternzeichen des Widders, befindet sich die Sonne am Erdenhimmel — durch die Kreiselbewegung der Erdachse und der damit verbundenen Wanderung des Frühlingspunktes — vor dem Hintergrund der Waage.  Bei gegenwärtig im Zeichen des Widder Geborenen steht die Sonne vor der Sternengruppe des Fische-Bildes, weil sich Sternzeichen und Sternbild seit Beginn unserer Zeitrechnung um etwa 1/12 des ekliptischen Tierkreises verschoben haben.

Ich weiß nicht ob folgende Geschichte wirklich wahr ist, aber sie ist zumindest eine Möglichkeit, sich bildlich vorzustellen, wie sich die Kreiselbewegung der Erdachse bemerkbar machen kann. Diese Bewegung ist ja so langsam, das sie in 72 Jahren nur 1º ihres 360º-Kreises ausmacht. Hier die Geschichte:
Vor tausenden von Jahren wurde ein Tempel gebaut, mit einem Säulengang, der so ausgerichtet war, das nur zur Tag- und Nachtgleiche beim Aufgang der Sonne deren Licht bis an das Ende des Ganges schien. Als das Sonnenlicht dort ein Bild zum Leuchten brachte, schlug ein Tempelwart dem Gong und verkündete damit am Ende des Winters den genauen astronomischen Frühlingsanfang.
Viele Jahre hat diese Zeremonie gut funktioniert, doch dann nicht mehr. Was war passiert? Sternengucker schauten sich die Situation genau an und erkannten, das es nur an einer steten Verlagerung der Erdachse liegen kann.
Oder vielleicht wurde einfach nur bemerkt, das der Polarstern, auf dem die Erdachse zeigt und um den scheinbar wegen der Erdrotation die anderen Sterne kreisen, nach einer langen Weile nicht mehr der ist, der er einmal war.

Folgende Tabelle zeigt die Daten des Platonischen Erdjahr und dessen oktavanalogen Schwingungen im Tempo-, Hör und Sichtbereicht und im Spektrum des THC-Moleküls.

Schwingung Formel Frequenz Wahrnehmungsbereich
Erdeachsenpräzession 1,2226 . 10-12 Hz 1Platonisches Jahr = 25 920 Jahre
40. Oktave f . 240 1,34 Hz Tempo 80,65 beats per minute
47. Oktave f . 247 172,06 Hz Ton F (a1 = 433,56 Hz)
85. Oktave f . 285 4,7295 . 1013 Hz THC 1. Wellenlänge 6329 nm = 4,737 . 1013 Hz
88. Oktave f . 288 3,7836 . 1014 Hz Farbe Rotviolett 792 nm

Eine Spektralanalyse des Delta-9-THC-Moleküls — dem psychoaktiven Wirkstoff der Hanfpflanze (Cannabis sativa) — zeigt sechs signifikanten Wellenlängen im Infrarot-Spektrum. Die mit der stärksten Intensität hat 6329 Nanometer. Das entspricht bis auf ein Promille genau der 85. Oktave der Schwingung des Erdachsenkreisels.

Diese THC-Wellenlänge in den Hörbereicht oktaviert, ergibt einen Ton F mit 172,33 Hz. Der Oktavton des Platonischen Jahres hat 172,06 Hz.

Während sich die Rotation der Erde eher körperlich auf den steten Wechsel von Wachsein und Schlaf auswirkt und ihr Sonnenumlauf durch die unterschiedlichen Tageslichtphasen im Sommer und Winter sich eher seelisch bemerkbar macht, ist die Kreiselbewegung der Erdachse nur durch geistige Klarheit wahrnehmbar. Zur Natur des mentalen Geistes gehört ein Zusammenspiel vieler Geister, insbesonders beim Gewahren des 26 000-jährigen Zyklus der Erdachsenpräzession, was die Erdrotation (Tag- und Nachtgleiche) und den Erde-Sonnenumlauf (Frühlingsanfang) mit einschließt.

Erfahrungen mit den oktavanalogen Schwingungen des Platonischen Jahres zeigen eine geistig aufklarende Wirkung. Ein heiterer Mensch — heiter im Sinne des heiteren (wolkenlosen) blauen Himmels — kann klarer denken und sich unabgelenkt auf seine momentane Handlung konzentrieren, oder gar einen “Fimmel” entwickeln. Umgangssprachlich steht der Begriff “Fimmel” etwas abwertend für “übertriebenen Eifer für eine Sache”, was aber eben auch “vollle geistige Hingabe” bedeutet. Nun fällt in diesem Zusammenhang auf, das Fimmel oder Femel auch eine Bezeichnung für die männliche Hanfpflanze ist. Femeln oder fimmeln heißt heraussuchen, ursprünglich bei der selektiven Hanfernte die früher reifen männlichen Pflanzen.

Sowohl das THC-Molekül im Hanf, als auch die damit verwandten Oktavschwingungen des Erdachsenkreisels, haben anscheinend eine gleichartige geistig psychoaktive Wirkung. Die 88. Oktave der Erdachsenpräzession, beziehungsweise die 3. Oktave der intensivsten Wellenlänge des THC-Moleküls ist die Farbe Rotviolett, eine Farbe, die bei vielen kultischen Zeremonien der Förderung des Heiteren und Klaren im Geiste dienen soll.

Bei der Spektro-Chrom-Farbtherapie wirkt Rotviolett (Magenta) unter anderem ausgleichend im Affekt- und Gefühsbereich. Die Methode verwendet Lampen mit Farblichtfiltern, wobei zur Erzeugung von Magenta Filter aus dem anregenden Rotbereich und dem beruhigenden Blaubereich kombiniert werden. Auch hier gibt es also eine Analogie zum Erdachsenkreisel, bei dessen Wahrnehmung die Erdrotation (rotorange) und der Erde-Sonneumlauf (blaugrün) eine Rolle spielt.

Meine langjährigen Erfahrungen mit einem Hängebett, das mit seinen 220 cm von der Aufhängung bis zum Schwerpunkt im oktavanalogen Tempo des Erdachselkreisel hin- und her pendelt, zeigen, das diese Schwingung gut geeignet ist, um kreativen Momenten einen Vorschub zu leisten, z.B. beim Ersinnen von Ideen oder auch beim Lernen — also überall dort, wo dem heiteren Geist ein freier Flug zugute kommt.



Mehr über 172,06 Hz Platonisches Erdenjahr von Hans Cousto
(aus “Die Töne der Kosmischen Oktave”)


GEWUSST WIE  – Schwingende Welt
1. Alles schwingt
2. Oktave: Halbierung Verdoppelung
3. Resonieren und mitschwingen
4. Die Kosmische Oktave
5. Wir sind die Erde
6. Unser Erdenleben
7. Die Erdrotation
8. Der Erde-Sonnenumlauf
9. Das Erdachsenkreisel (dieser Artikel)
10. Mond Mozart Erotik Ostern

 

Der Erde-Sonnenumlauf

Ein weiteres Bewegungselement der Erde, neben der Eigenrotation, ist ihre alljährliche Umrundung der Sonne.  Diese bedingt den Wechsel der Jahreszeiten und prägt ebenso grundlegend das Leben auf dem Planeten, wie so schön bildlich an den Jahresringen der Bäume zu sehen ist. Im Sommer, wenn die Tage lang und die Nächte kurz sind, erleben wir außerhalb der Tropen eine Phase mit viel Licht und Wärme und umgekehrt scheint im kalten Winter die Sonne nur kurz.

Das Wachstum fast aller irdischen Organismen reagiert auf die variierende Sonneneinstrahlung mit entsprechend wechselnden Aktivitäts-/Reproduktionsphasen und Ruhepausen. Die Chronobiologie erforscht diesbezüglich die circannualen Rhythmen. Die Photoperioden (Tageslichtdauer), Umgebungstemperaturen und Nahrungsangebote in den jeweiligen Jahreszeiten steuern die entsprechenden biologischen Prozesse wie Fortpflanzung, Winterschlaf, Gefiederwechsel oder Tierwanderungen.

Die folgende Tabelle zeigt die Oktav-Verwandschaften von der Schwingung des Erde-Sonnenumlaufs zu einem bestimmten Tempo und Ton, zu der Frequenz des Kalium-Ionenaustausch der Nervenzellen und zum blaugrünen Licht.

Schwingung Formel Frequenz Wahrnehmungsbereich
Erde-Sonnenumlauf 3,17 . 10-9 Hz 1Jahr = 31.556.925,9747 Sekunden
1. Oktave f . 21 6,34 . 10-9 Hz 1/2 Jahr
25. Oktave f . 225 1,063 Hz Tempo 63,8 beats per minute
32. Oktave f . 232 136,10 Hz Ton CIS (a1 = 432,10 Hz)
74. Oktave f . 274 5,9858 . 1014 Hz Farbe Blaugrün, 501 nm

Die 32. Oktave des jährlichen Erde-Sonnenumlauf hat eine Frequenz von 136,10 Hz. Dies ist in der Welt der Töne ein CIS. Genau die gleiche Frequenz kommt auch beim Kalium- und Natrium-Ionenaustausch der Nervenzellen vor. 1)  Das Nervensystem mit rund 100 Milliarden Zellen im Körper hochentwickelter Lebewesen dient der Übertragung von Signalen  über Nervenbahnen von und zum Gehirn. Wichtig für den Transport der Nervensignale ist die genaue Regulierung der “Betriebsspannung” des lebendigen Körpers, die etwa 70 Millivolt beträgt. Die Spannung kommt durch einen Austausch von Kalium- und Natrium-Ionen, die sich innerhalb und außerhalb der Nervenzellen befinden, zustande. Über Proteinmoleküle werden im “Normalbetrieb” rund 136 Kalium-Ionen pro Sekunde in die Zelle gepumpt und rund 200 Natrium-Ionen aus der Zelle hinaus.  136 zu 204 ist das Verhältnis von 2 zu 3, entsprechend der musikalischen Quinte und 136,10 Hz ist, wie gesagt, eine höhere Oktave der Erde-Sonnenumlaufsfrequenz. Der Kalium-Natrium-Ionenaustausch ist also so etwas wie “Jahresringe” im Nervensystem.

Nach Erhalt der ersten Stimmgabeln, gleich nach Cousto´s Berechnung der Erdentöne, fiel uns auf, das die Meister der indischen Sitarmusik ihren Grundton oft sehr genau auf den Erdenjahr-Ton stimmen — beziehungsweise auf den Kaliumfluß der Nervenzellen, während dessen Quinte, als zweitwichtigsten Ton der Sitar, eben dem Natriumfluß entspricht. Allerdings stimmen diese Musiker den Grundton intuitiv ein, in einem meditativen, absolut gelassenen Gemütszustand  und ohne Verwendung von Stimmgabeln.

Das der indische Grundton mit der Oktavfrequenz des Erdenjahres — bzw. mit dem zellularen Kaliumfluss — übereinstimmt, ist nicht so sehr verwunderlich, da die Frequenzberechnungen ja auf Naturgesetzen beruhen. Umso erstaunlicher ist jedoch, WIE die Inder ohne Kenntnis der Frequenzzahlen auf diesen Ton kommen.

Folgende Erfahrung war für mich wie ein Blick durch ein Schlüsselloch: Eines Tages stimmte ich stundenlang mit der Erdenjahr-Stimmgabel eine indische Sitar so genau, das schließlich beim Anschlagen der Bass-Saite alle anderen Saiten, einschließlich der Resonanzsaiten, mittönten. Kurz danach saß ich mit Freunden in einem kleinen Raum, in dem auch die gut gestimmte Sitar stand. Wir befanden uns alle in einer äußerst entspannten Stimmung —  und hörten und staunten, als beim Erklingen unserer hin und wieder fallenden ruhigen Worte die Sitar resonierte und mittönte!  Nun, diese indischen Musiker scheinen sich nicht vordergründig um eine bestimmte Tonfrequenz zu bemühen, sondern sie schwingen in einer meditativen Gelassenheit von selbst in diesem Ton. Entsprechend meiner Erfahrung mit der zum Klang der Worte resonierenden Sitar ist dabei die Gemütsstimmung eine entspannte und herzliche und parallel dazu ist — wie ich annehme — die Gehirnwellenaktivät sehr niedrig, ähnlich wie beim Erwachen nach einem tiefen Schlaf.

In der indischen Kultur wird dem „Weltenklang“ hohe Bedeutung beigemessen. Die indischen Musiker nennen ihren Grundton “Sadja”, der “Vater aller anderen Töne” oder “Anahata Nad”, was soviel bedeutet wie “unangeschlagener Klang der Sphären”. Das Herzchakra heißt übrigens auf Sanskrit Anahata Chakra.

Wie laut Bibel am Anfang das Wort war, beginnt im Hinduismus alles mit dem Urlaut OM. Das OM-Zeichen ist in Indien das am häufigsten zu sehende Symbol. In den Upanishaden, eine Sammlung hinduistisch-philosophischer Texte, wird die makrokosmische Deutung der Silbe OM behandelt:

“Der Udgitha, d. h. die heilige Silbe Om, ist die Sonne” und “Auch ist der Mundhauch und die Sonne ein und derselbe; … von diesem spricht man als “Ton”, von jenem als “Ton” und “Widerton”  (Chandogya Upanishad 1.3.1-2). Wird das OM intoniert, geschieht dies häufig in der Oktavfreqenz des Erde-Sonnenumlaufs. In der Chandogya Upanishad 3.19 heißt es: „Im Anfang war dieses Universum nicht-seiend: Das Seiende war nicht-seiend. Da bildete es sich zu einem Ei. Da lag es ein Jahr lang da. Da spaltete es sich. Da entstanden daraus zwei halbe Eischalen, eine silberne und eine goldene. Die silberne Eischale, das ist die Erde; die goldene, das ist der Himmel.“
Wortwörtlich ist hier von der Umlaufzeit der Erde um die Sonne (ein Jahr lang) und dem Oktavverhältnis (zwei halbe Eischalen) die Rede und damit bildlich das Gesetz der Kosmischen Oktave und der Erdjahr-Ton umschrieben.

Während die Rotation der Erde um die eigene Achse vor allem körperliche Auswirkungen hat, weil in ihrem Rythmus Wachzustand und Schlaf einander abwechseln, bedingen die verschiedenen Jahreszeiten seelische Gemütswandlungen. Das Lebensgefühl im lichtvollen, warmen Sommer ist anders als die Stimmung in langen Winternächten.

Im Gegensatz zum physisch anregenden Oktavton der Erdrotation zeigen  Anwendungen mit Stimmgabeln, Klangschalen, Gongs und anderen Instrumenten und Musikaufnahmen in der Oktavfrequenz des Erde-Sonnenumlaufs (Jahreston 136,10 Hz), wie die oktavanaloge Farbe Blaugrün, eine ausgesprochen entspannende, beruhigende und sedierende Wirkung.

Im Buch “Die Oktave” schildert Hans Cousto, wie er in verschiedenen Amsterdamer Sexetablissements in Blindversuchen zwei verschieden gestimmte Klangaufnahmen von Joachin-Ernst Berendt’s “Urtöne 1″  ausprobierte. Die Klänge wurden mit sogenannten Monochorden erzeugt, einem Instrument mit 39 gleich gestimmten Saiten, die in beiden Aufnahmen in gleicher Weise gespielt werden. Nach einigen Tagen berichtete eine Lebedame, die eine Aufnahme wirke “präorgastisch“, die Freier wurden also richtig geil,  während die andere Aufnahme eindeutig für “postorgastische” Entspannung geeignet sei. Das die anregenden Klänge im Erdentag-G und die entspannenden im Erdjahr-Cis gestimmt war, wussten sie nicht.



Mehr über 136,10 Hz Erdenjahr von Hans Cousto

(aus “Die Töne der Kosmischen Oktave”)


Musik in der Oktavstimmung des Erde-Sonneumlaufs

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GEWUSST WIE  – Schwingende Welt
1. Alles schwingt
2. Oktave: Halbierung Verdoppelung
3. Resonieren und mitschwingen
4. Die Kosmische Oktave
5. Wir sind die Erde
6. Unser Erdenleben
7. Die Erdrotation
8. Der Erde-Sonnenumlauf (dieser Artikel)
9. Das Erdachsenkreisel
10. Mond Mozart Erotik Ostern


Literatur:
1)
C. F. Stevens, Die Nervenzelle in Gehirn und Nervensytsem; Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1985